Mittwoch, August 15, 2007

Mixtape auf CD 08/2007


Nothing (16 Titel, 76:19)

Tracklisting:
01. "Bloodbeat" - Patrick Wolf (Lycanthropy, 2004) 3:50
02. "Egocentric Youth 2" - Kangaroo MusiQue (Egocentric Youth, 2007) 2:30
03. "Escorpião" - União Black (Funk/Soul Revival: Classic Tracks & the New Breed, 2007) 3:55
04. "Countdown" - Pulp (Countdown: 1992-1983, 1996) 4:42
05. "You are a parasite but I love you" - Phillip Boa And The Voodooclub (Faking To Blend In, 2007) 3:44
06. "Partyline (12")" - Stockholm Monsters (All At Once (Singles 1981-1987), 2002) 5:50
07. "Bring the Light" - Smashing Pumpkins (Zeitgeist, 2007) 3:40
08. "Love You For Never" - The Outcasts (Self Conscious Over You, 1979) 3:06
09. "Slow Show" - The National (Boxer, 2007) 4:08
10. "Lay In The Sun" - The Godz (Contact High With The Gods, 1966) 2:56
11. "Nothing" - The Fugs (The Harry Smith Connection: A Live Tribute to the Anthology of American Folk Music, 1998) 3:01
12. "i am a platypus head and tail" - Pompey (Pompey vs Vesuvius, 2006) 3:24
13. "Miracles and Wonders" - The Chameleons (Why Call It Anything?, 2001) 9:13
14. "Ladino Marimba Music: Indio Viviente" - Marimba Band of Nebaj (Music of the Maya-Quiches of Guatemala: The Rabinal Achi and Baile de las Canastas, 1978) 6:26
15. "Yankees Gone" - Steel Band Procession (Calypso Awakening from the Emory Cook Collection, 2000) 2:25
16. "Walenumalömbaliya" - Le Rail Band feat. Mory Kante (Classic Titles, 1973) 13:29

Aus dem Booklet:

... der August ist fast vorbei aber ich schaffe es gerade noch, die CD für den August ist hiermit raus. Heute mal mit professionellem Beipackzettel (nachdem ich diverse kritisch ausgerichtete Nachfragen bei meinen handgeschriebenen Erläuterungen einstecken musste, soll es nun so sein).
Ganz dem Auftrag, bei meinen Rezipienten einen breitgefächerten Geschmack zu bedienen, entsprechend, habe ich auf dieser CD wieder Musik zusammengestellt, die so vermutlich nie zusammengefunden hätte.

Los geht es mit Patrick Wolfs "Bloodbeat", welcher sich schon fast diskotauglich ausnimmt. Danach freie (unter Creative Commons) und zugleich zeitgeistkritische Musik von Kangaroo MusiQue.
Kurz darauf funken wir uns geschmeidig mit der União Black in den Bereich Popmusik.
Dort zu finden, die hochverehrten Pulp mit "Countdown".
Man könnte meine, die CD will alten Männern huldigen, aber um Phillip Boas "You are a parasite but I love you" von der neusten Platte kam wirklich ich nicht herum. Danach kommen die Klassiker.
Den Anfang machen die Stockholm Monsters mit "Partyline" aus den 1980ern.
Gefolgt von den großartigen Smashing Pumpkins deren Titel "Bring The Light" ich so oft in Deutschlands Realschulklassen und Stammtischrunden laut ausrufen möchte (Erleuchtung, bitte!).
Klassisch und doch immer wieder zu gebrauchen (da eine der besten Lebensweisheiten als Handreichung auf dieser CD) ist The Outcasts "Love You For Never". Geignet für die Momente, bei denen sich der gegenwärtige Partner doch nicht als für die Zukunft tauglich erwiesen hat. So gut kann eine Absage klingen!
Besinnen wir uns mit The Nationals "Slow Show" bevor es noch mal über-klassisch wird und The Godz ihren 1966 erschienenen Song "Lay In The Sun" darbieten - das war noch ziemlich lange vor der Erfindung des Punk.
Was uns unmittelbar zum nächsten Titel bringt: noch eine Lebensweisheit und Pre-Punk-Era-Band. Alles ist nichts; Montag nichts, Dienstag nichts, DaVinci nichts, Mohammed nichts, John Lennon nichts, Hollywood nichts... "Nothing" von The Fugs, den Urgesteinen des Punk aus New York.
Nach so vielen Musik-Eminenzen folgt mit "Pompey" ein junger Musiker, der eine ziemlich dichte Klangmischung, die sich am ehesten Richtung Folk einordnen lässt, spielt.
Motto dieser CD könnten auch The Chameleons sein: die sich mit "Miracles And Wonders" an einer Art Reggae-Rap-Song mit Trance und Electro-Elementen versuchen. Schon klar, heute nicht mehr revolutionär aber irgendwie immer noch recht cool.
Das wirklich revolutionäre an der folgenden Marimba "Indio Viviente" ist, dass man sie auf Band aufgezeichnet hat. Damals (1945) begab sich ein Ethnologe voller Ideale zu den Maya-Quichen Guatemalas und machte Feldaufnahmen verschiedener Rituale.
Von meiner liebsten Calypso-Neuentdeckung stammt "Yankees Gone", welches den vorletzten Titel darstellt.
Den Abschluss bildet die wohl beste Band Afrikas mit ihrem genau richtig gemessenen "Walenumalömbaliya", es könnte nie lang genug sein (und ist die bitter notwendige Abwechslung zu all den gewohnten Schreckensmeldungen aus Afrika).

Gut, wieder ordentlich "musikalische Entwicklungshilfe" geleistet. Wie immer gilt: Als Hintergrundmusik nicht geeignet - laut hören und die Energie spüren!

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