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Donnerstag, Januar 01, 2009

Billy's shirt's on fire in the night

"It takes money to make money they say"
Stimmt nicht unbedingt. Manchmal reichen auch Acrylfarben (ja, die preiswerten von Xenos..) und etwas Imaginação. Noch eine geübte rechte Hand und man kann über die Eröffnung des ersten eigenen Stores nachdenken.





Mittwoch, Dezember 10, 2008

Hearts Of Iron

aber nicht aus Stahl.

Daher finde ich es ausgesprochen beschissen, wenn jemand glaubt, sich mir gegenüber unbedingt aussprechen zu müssen. Schon klar, dass man gerne das eigene Gewissen, welches rau und aufgekräuselt ist, beruhigen möchte, aber das bitte nicht auf meine Kosten. Nicht auf Kosten meiner Gefühle.

Für die Zukunft verzichte ich daher gerne auf Erklärungen, Wahrheiten und sonstige Schilderungen. Möchte ich etwas wissen, frage ich. Danke. Funken mir unentschlossene Realisten nicht dazwischen, lebe ich nämlich eigentlich sehr gut...

Sonntag, Dezember 07, 2008

Hübsch, hübscher, der Schönste

Er: bist du noch hübscher geworden?

Es gibt Fragen, deren Antwort man nicht vorwegnehmen kann.

Donnerstag, Dezember 04, 2008

Du geiler Sack

Wenn man das an den Kopf geworfen bekommt, ist das im schlimmsten Fall ordinär aber immerhin in Richtung eines Kompliments. Wenn einem der Kassierer im Klamottenladen allerdings die Ware mit den Worten "Und hier, ein heißer Sack für dich" überreicht, dann, ja dann macht man sich so seine Gedanken. Ich meine, man hätte auch sagen können "Hier, du geiles Stück, hier ist deine Ware" oder aber "Da, nimms schon endlich, du heißer Feger". Aber nein, da lässt der Typ es lieber so klingen als wäre ich schmückendes Beiwerk und diese (übrigens ausgesprochen hässliche!!!) Tüte etwas besonderes. Wo sind die echten Komplimentemacher?

Dienstag, April 24, 2007

Kommt man nicht drumrum...

...im digitalen Zeitalter.
Sagt nicht viel, hebt aber das Selbstwertgefühl. Man unterschätze nicht die positive Wirkung der Momente, in denen man den eigenen Namen liest :-)

Montag, Oktober 16, 2006

In was für einer Gesellschaft wir leben

Nachdem ich mich kürzlich mit einem Essay Rodós beschäftigt habe, stelle ich immer mehr Dinge fest, die mich nerven. Heute geht es so weit, dass auch ich kurz davor stehe, einen Essay an die Jugend zu adressieren.

Erschrocken bin ich schon einige Male. Neulich beispielsweise, als ich ins Institut kam und dachte, ich sei in eine Zuschaustellung schlechten (Mode-)Geschmacks geraten. Aber nein, was sich da auf dem Gang tummelte, waren die neuen Studentinnen der Philologie. Ich verlange nicht, dass man aussieht, wie das, was die Leute für gewöhnlich vom Äußeren eines Andenbewohners erwarten, wenn man Lateinamerikastudien belegt. Was ich allerdings erwartet hätte, ist, dass man ein gewisses Verständnis und die Befähigung mitbringt, sich in die Problematiken hineinzudenken. Wenn mein Problemhorizont aber nur bis zu den unterschiedlichen Schattierungen meines Solariumteints reicht, dann dürften die nächsten Semester schwierig werden.

Nächste Sache ist diese schreckliche Markenfixierung. Man trifft ja kaum noch auf Leute, die nicht mit riesen D&G-Logo oder zur Schau getragener Diesel-Labelsammlung rum laufen. Auch diese furchtbaren Gürtel, mit den phatten Schnallen dran - was ist das für eine merkwürdige Erscheinung? Wollen die Leute damit über ein Problem mit der Fülle ihres Schritts hinwegtäuschen oder ist es ein zusätzliches Gewicht um das Sichfortbewegen auf hohen Absätzen zu erleichtern? Außer ein paar anständigen Punks in hohen Docs und wenigen markenresistenten jungen Leuten, sieht man ja kaum noch Volk, dass nicht Werbung, für große Konzerne mit zweifelhaftem Verdienst für die Menschheit, läuft. Seitdem wir den Großen in unserem Streben nach mehr Individualität ihre (oftmals so erschreckend und offensichtlich) ähnlichen Artikel abgekauft haben, sehen wir jetzt alle so wahnsinnig individuell aus, dass ich mich bei jedem zweiten Passanten frage, ob ich ihm/ihr nicht kürzlich bereits begegnet bin.

Nachfragen lohnt da auch meistens nicht. Entweder ist das gegenüber nicht in der Lage, sich umfassend und verständlich zu äußern oder man muss sich anhören, welcher PKW als nächstes gekauft wird. Wenn man dann mal das Gespräch auf andere Kulturkreise lenkt, dann muss man zunächst erklären, dass es sich bei der ein oder anderen Volksgruppe nicht um ein abenteuerliches asiatisches Gericht handelt, sondern um die Bewohner eines anderen Kontinents. Is man dann mal so weit, und hat man eine Krisenregion als Gesprächsthema gewählt, dann bekommt man zu hören, dass die sich dort eh schon seit frühster Zeit die Köpfe einhauen und man das sowieso nicht ändern könne.

Ja, eine wunder(same)volle Einstellung herrscht hier vor. Die Vision Rodós war nett, alle ziehen am Ende in die große Stadt hinaus, um sich zu verwirklichen und ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Welchen Beitrag unsere Generation mit der vorherrschenden Einstellung mal leisten will, ist mir, von finaler, globaler Zerstörung mal abgesehen, nicht klar. Im Gegenteil, ich bin emotional nahe an dem, was man als Angst und Ohnmacht bezeichnet. Machen wir es noch mal wie sonst auch und nehmen wir es mit gewohnter Gleichgültigkeit - wird schon, irgendwie...

Montag, September 04, 2006

Wie es ist nicht schwul zu sein

Würde über mein Sexleben ein Artikel in der Wikipedia geführt, so stände darüber "This article is a stub. You can help by expanding it."

Es könnte sicher schlimmer sein, um kategorischen Nörglern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es könnte aber auch besser sein. Nach jedem Orgasmus in letzter Zeit beschlichen mich Gedanken wie: das kannst du geiler haben, das kann man sicher anders machen, mit dem und dem würdest du gerne mal - und überhaupt, es wär nett, wenn hier mal richtig die Post abginge. (Mit meinen gesunkenen Ansprüchen wäre es für mich Grund zur Freude, würde mein Freund statt schweren Seufzern mal über schwere Eier klagen und sich nicht gleich bei der ersten Berührung panikartig wie eine Nacktschnecke zusammen ziehen...

Die Realität ist aber weitaus ernüchternder. Ich glaube fast, ich bin heute (sagen wir "jetzt")im asexuellen Zustand des modernen Menschen angekommen. Das Kuriosum ist, dass mich 90% der potentiell erreichbaren Leute nicht reizen. Neulich war ich auf nem lesbischwulen Straßenfest und außer den toleranten aber nicht zwangsläufig an Sex interessierten Punks (und meinem Freund, gleiche Interessenlage auch für ihn), war da nichts, was irgendwie anturnend gewesen wäre. Am Rande sei die Bemerkung gestattet, dass ich die Leiterin von ner lokalen Lesbeneinrichtung bis mir jemand steckte, dass sie ne Frau ist, total heiß fand. Sah halt wie'n süßer Typ aus. Sorry..

Daher habe ich überlegt, ob ich überhaupt schwul bin. Immerhin spricht eigentlich nicht viel für mein Schwulsein: ich dusche, rasiere und pflege mich wie jeder Durchschnittshetero (bei den heutigen Maßstäben liege ich wahrscheinlich schon an der Grenze zu ungepflegt), gehe halb sooft wie in der Men's Health empfohlen zu Friseur und kann mit einer Bohrmaschine umgehen, ohne mich lebensgefährlich zu verletzen. Ich meine, dass sind alles keine harten Fakten, aber außer dass ich (meistens? Irgendwie haben Frauen doch körperliche Aspekte, mit denen ich nicht klarkommen kann, an sich, möglicherweise stellen Lesben da eine Ausnahme dar - ich recherchiere noch) auf Männer stehe, habe ich inzwischen mehr Inkompatibilitäten als Gemeinsamkeiten mit Schwulen feststellen können. Wenn ich mich vergucke, dann grundsätzlich in das megatolerante Alphamännchen des Heteropaares das zum Straßenfest vorbeischaut oder in Punks nicht zu determinierender sexueller Ausrichtung (was ja nichts negatives bedeuten muss).

Ich will mich ja nicht beschweren, aber wo sind die gottverdammten Klubs, Vereine, Sticker, Halsbänder, Foren und Präventionsmaßnahmen für Leute wie mich? Warum muss alles immer rosarot oder bärig sein, was für Schwule ist? (Genauso gut könnte ich fragen: Warum muss alles was mit SM oder Latex, Lack und Kunstleder zu tun hat, bei Gothic Music oder ebensolchen Klubs stattfinden?)

Ein kleiner Trost ist ja, dass 3 von 3 Schwulen meines Bekanntenkreises auch so drauf sind (wir also nur noch 2 weitere Leute für unseren eigenen Verein zum Betreiben von Ausgrenzung benötigen) und der Anfang für den Wiki-Artikel jetzt gemacht ist. Und mal ehrlich, ich kenne keinen Stub, der so ausführlich ist...

Kategorie: Wie es ist

Freitag, September 01, 2006

Mein geographisches Verständnis | Mi Comprensión geográfica



Auf den erklärten Wunsch einer Person hin, heute mein Selbstentwurf zu meiner geographischen Verortung.
Según el deseo de una persona, muestro hoy la proyectión propia de mi localisación geográfica.

Kategorie: Denken

Freitag, August 25, 2006

Wie es ist es den Göttern gleich zu tun | Como es imitar a los Dios



Was eigentlich mit einem witzig gemeinten Ausspruch bei Madlens Umzug begann, hat sich zu einer sehr netten und vorallem niedlichen Idee anlässlich meines Geburtstages entwickelt. Nach einigen kleineren Verzögerungen habe ich heute die Gelegenheit, das komplette Kunstwerk zu posten. Ich spiele mit dem Gedanken, das als erstes Stück für meine neue asiatische Wohnungseinrichtung zu nehmen... (Überflüssig zu erwähnen, dass das Foto von mir darauf natürlich die Krönung ist *g*)

Lo que ha empezado alguna vez como una broma se transforma en una idea muy amable para mi cumpleaños. Tras retrasos minores puedo ahora mostrar las fotos de mi camarín propio (que me han dado mis amigos). Ya estoy pensando si sería una buena idea cuando adapto el estilo asiático para todo mi apartamento. (No creo es necesario apuntar que la foto mia es la coronación de todo el caso ;-)

Kategorie: Wie es ist

Donnerstag, August 03, 2006

Gegen die innere Zerstreutheit

Folgende Bemerkungen zur ersten Woche (24.07. bis 30.07.) nach dem Urlaub (wenn auch nicht wahnsinnig bewegend, muss es dennoch hier abgeladen werden). Habe ein Problem, es existieren Ereignisse, die ich keinem Tag zuordnen kann.??

Sonntag: Ankunft mit dem Fahrrad, die Saale von Barby entlang bis nach Halle. Sturz mit dem Rad bei Wettin (man kann sich meine abgöttische Liebe für den Radweg sicher vorstellen). Abendessen besteht nach 8 Tagen Fertiggerichten und Nudeln zur Abwechslung aus Nudeln. Yeah!
Insgesamt jedoch ein sehr schöner Tag.

Montag: Fahrradtour mit meiner Mutter an den Süßen bzw. Salzigen See. Auf dem Weg dahin nach jedem LKW der mich nicht überrollt hat, aufgeatmet. Dennoch Atemnot, weil meine Mutti unbedingt Wiedehöpfe/Wiedehopfe (wie ist der Plural?) auf einer glühend heißen Wiese suchen beobachten möchte. Danach gehen wir baden. Nehmen Rache auf der Rückfahrt nach Halle hinter den 7 Hügeln *fg* Zum Abendessen endlich Pfifferlinge mit Bandnudeln. Schön, dass man Nudeln in so unendlich vielen Varianten zubereiten kann.

Dienstag:Erfrischende Schweißtreibende Begegnung bei 30 Grad im Schatten. Daniel sagt überstürzt Treffen ab und fährt nach Hause.

Mittwoch: Treffen mit Katha. Beide chronisch untervögelt, stellen wir fest. Jedoch in Halle auch nicht viel für die Augen zweier Genießer. Dennoch, Eisschokolade war lecker.

Donnerstag: Besuch in Leipzig. Lade mich zum Mittagessen bei meinen Eltern ein. Alles sehr herzlich. Meine Oma hat sich in den Kopf gesetzt, mich aufzupäppeln. Daher strenge Abfolge an Mahlzeiten. Treffe mich Abend mit Madlen. Komisches Gefühl - wohl einer der schönsten Abende seit langem. Schauen zusammen Meeresfrüchte. Möchte wirklich gerne Jean Marc Barr mal persönlich Treffen. Möchte Madlen heiraten. Mag Madlen sehr gerne, stimmt mich fröhlich, das führt manchmal zu komischen Ideen. Bringe sie nach Hause, laufe alleine zurück. Fürchte mich durch eine dunkle Gasse zu gehen (merkwürdig!).

Freitag: Frühstücke vorzüglich bei meinen Eltern. Merke, wie mein Appetit wieder erwacht. Fahre nach Halle zurück.

Sonnabend: Fahre mit David zu seinen Eltern nach Merseburg. Feiern den Geburtstag von Mirko. Beginne entgegen meinem Plan, ihn sehr nett zu finden. Finde ihn okay. Sehe mir seine Island-Bilder an. Hin- und hergerissen, nicht sicher ob ich Island mag oder ob es mir einfach nur imponiert, dass auf diesem kargen Felsen menschliches Leben angesiedelt ist. (Frage mich auch, wieviele erotische Begegnungen sich dort realisieren ließen ohne der selben Person zweimal zu begegnen - irrelevanter Gedanke!) Wir grillen - Juchee. Konnte noch nicht herausfinden, warum Menschen grillen. Ich ziehe Töpfe und Pfannen vor. David sagt "Stadtkind".

Sonntag: Schlafe gut bei David. Seine Mama ist ein Engel. Richtet wieder ein leckeres Frübstück an. Essen auch Mittag und bleiben noch zum Kaffee. Radfahrt nach Hause kürzer, weniger anstrengend als gedacht. Wo sind die attraktiven Biker?

Übriggebliebene Ereignisse: zweites Treffen mit Daniel ??

2. Woche nach dem Urlaub (ab 31.08.2006)

Montag: Beginne das regnerische Wetter zu verfluchen, habe in der Nacht gefroren. Krame in alten Fotos herum und habe die Anwandlung diese ordnen zu müssen. Kaufe Negativhüllen.

Dienstag: Realisiere die Sinnlosigkeit meiner Völkerrechtsklausur, auch ein Eintrag im Blog dazu. Versuche mir immer vorzustellen, wie es wohl sein muss, wenn man erst Kampfflugzeuge, dann Bombensplitter fliegen sieht und später die Gewissheit da ist, dass wohl nichts mehr so ist, wie es vorher war. Beschäftige mich stärker mit dem Thema. Hilflosigkeit. Habe Wut. Treffe in der Stadt einen jungen Mann, dessen Blick mich gefangen hält. Möchte diese Begegnung gerne wiederholen.

Mittwoch: Gehe zum Friseur. Komme dran. Gehe wieder heraus. Ein paar helle Strähnen hätte ich eigentlich auch schon eher mal versuchen können. Finde nicht, dass ich damit überdurchschnittlich schwul aussehe (was ist schon schwul?) (entfernt, würde sonst an dieser Stelle zu weit führen). Treffe Daniel, schauen Dogville. Denke nach zwei Stunden der Film müsste jetzt gleich zu Ende sein, schreibe David eine Nachricht. Stelle nach einer weiteren Stunde und Davids Anruf fest, habe mich geirrt, der Film ging doch sehr viel länger. David ist verstimmt tickt kurz aus. Da Daniel aber mit da ist, hält sich die Aufregung in Grenzen, war ja auch nichts weiter. Wir essen Sushi. Irgendwann am Abend sind zwei Menschen in meiner Nähe mir plötzlich zuviel. Denke darüber nach, Daniel nach Hause zu schicken zu bitten, ob er vielleicht gehen könnte. Würde lieber ins Bett gehen. Kann den Gedanken aber nicht weiter ergründen, beschließe daher den Mund zu halten. Dennoch erleichtert, als ich dann ins Bett gehen kann. Schlechtes Gewissen gegenüber Daniel und David. Schlafe wie erschossen.

Donnerstag: Habe in der Nacht schon wieder gefroren. Verfluche dieses Regenwetter und die Kälte. 25 Grad fühlen sich an wie 7 Grad für mich. Trinke irgenwann am Nachmittag einen Cappuccino. Bin gespannnt, ob wir zur Populärmusik gehen.

Kategorie: Denken

Freitag, Juni 30, 2006

Nicht deutsch genug

Okay, zunächst Glückwunsch an die 11 Hanseln auf dem Rasen. Das war wirklich eine sehr nette Darbietung, auch wenn mein Herz für die Argentinier schlug. Sorry, aber die waren einfach um Welten süßer und heißer. Ich kann mir nicht helfen, ihre heißblütige Entschlossenheit hat mich echt angemacht. *g*

Hätten heute die optisch wesentlich gefälligeren Argentinier gewonnen (*rrr* die waren sehr süß), hätte eine reelle Chance bestanden, die nächsten Wochen wieder ruhig zuverbringen. Das sollte aber nicht sein, daher werde ich weiterhin leiden; hupenden Autos, alkoholisierte Fans, ein Nationalgefühl, das wir so zuletzt in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hatten und Fußballmania allerorten. Warum? Warum können wir uns nicht 'normal', also ohne diesen Fahnenkack und Deutschland-Lieder-Gröhlen freuen? Vielleicht kann ichs einfach nur nicht nachvollziehen und mir fehlt das deutsche Gen. Haha...


Kategorie: Fühlen

Dienstag, Juni 27, 2006

Wie es ist nicht genug Antioxidantien zu haben

Die Leute, die das zweifelhafte Vergnügen haben mit mir zusammen fernzusehen, reagierten schon immer etwas gereizt ob meines merkwürdigen Verhaltens. Das war immer dann, wenn dieser Eistee-Spot lief. Jetzt weiß ich aber auch woran das lag.

Im Spot sehen wir lustige, ja geradezu übermäßig fröhliche (schöne, ist ja klar) Gesichter. Die Akteure des Spots springen freudig durch die Szene, schlagen Purzelbäume und zwischen scharfen Schnitten bahnt sich ein Keimling seinen Weg ins Licht. Dann kommt aber ein Spruch: "Enthält so- und soviel Prozent natürliche Antioxidantien." Erklärt wird dem zweifelnden Zuschauer noch, wie ungeheuerlich wichtig Antioxidantien (die ich mangels genauerer Kenntnisse als "Mittel zum Schutz vor Rost/Austrocknung" übersetze) sind. Jetzt frage ich mich:
Was soll dieser Spot?
Gibt es Leute, die jetzt Eistee kaufen gehen, weil da Anti-Rostmittelchen drin sind?
Machen Antioxidantien übermäßig fröhlich?
Fallen sie dann nicht schon unter das Betäubungsmittelgesetz?

Wie dem auch sei, ich kann jetzt dank dieses Spots meine eigenen Reaktionen und auch die Überreaktion meiner Fernsehgenossen besser einordnen. Vermutlich ist bei uns einer dieser Neuronenkontakte einfach verrostet!? Kann doch sein, schließlich habe auch ich mein bisheriges Leben nie darauf geachtet, ob ich genug Antioxidantien zu mir nahm.

Was man tun kann:

Dank aber an den großen Lebensmittelkonzern; ich gebe mir jetzt allmorgendlich eine Dosis WD40 . Geht total gut, lässt sich dank dem Sprühröhrchen optimal dosieren und ist auch wesentlich billiger. Was ich aber an diesem, wie auch an den meisten anderen Produkten, sehr schätze: Ich musste noch keinen schlechten Werbespot über mich ergehen lassen in denen die fantastischen Vorteile des Produktes beworben werden.

Kategorie: Wie es ist

Sonntag, Juni 25, 2006

Fußballgenuss im Stillen

So schön das alles sein mag; die Fußball-WM (bei der sich manche schon so verhalten, als wäre sie gewonnen), die vielen fröhlichen Leute und die vielen hupenden Autos mit Fahnen - ich kann diese Freude nicht so recht teilen. Und gelte daher sicher schnell als der komische Schwule von nebenan.

Dabei möchte ich doch mal klarstellen, nicht die feiernden Massen haben die Spiele bisher gewonnen, sondern eine - ich verbessere mich - mehrere Hände voll Kicker, von denen Mann nur hoffen kann, dass sie bei ihrem Krankenstand nicht in unseren Krankenkassen versichert sind. Die vielfach betrunkenen, lauten und oftmals nicht besonders sportlichen Fans scheinen eine Aufwertung ihres Egos durch ein paar Siege in den Vorrunden zu erfahren. Gut. Bitteschön, dagegen habe ich noch nicht Mal etwas. Was wirklich stört sind diese vielen kleinen Fähnchen, dieser übertrieben Stolz, aber darauf ging ich ja bereits ein, und die ständige Belastung durch hupende Autos. Mal ehrlich, was haben hupende Autos mit Fußball zu tun? Da ich also nicht auch verzweifelt an meiner, ohnehin nicht vorhandenen Fahrradklingel rüttele, gelte ich sicher als die Spaßbremse schlechthin.

Auch kann ich nicht bei den fachlichen Gesprächen mitreden. Ich habe nach einigen WM-Spielen noch immer keine Ahnung, wie ein Eckball oder Abseits zustande kommt. Mein Augenmerk liegt da mehr auf den sportlichen Kickern. Fußball könnte für mich auch aus 80min Trikot-Tausch und 10min Spiel bestehen. Und ich fände es noch nicht mal schlimm, müsste keine Fahne schwenken, kein Bier trinken und auch keinen Lärm machen. Denn, wie sagt man?, der Genießer schweigt.

In diesem Sinne, uns allen noch viele Spiele mit sich anschließendem Trikot-Tausch.


Kategorie: Fühlen

Mittwoch, Juni 14, 2006

Ein Mann ist ein Mann ist ein Mann

Meinen Blick durch das Zeit-Thema dieser Woche geschärft, habe ich auch einige Beobachtungen zu "Wie Männer sind" beizutragen. (Außerdem verspüre ich ohnehin immer große Freude, wenn ich mich auf höchst wissenschaftliche und empirische Weise meinem eigenen Geschlecht annähern darf :P )

Zunächst (wenn auch nicht ganz unvoreingenommen): Männer sind toll!
Können die Redakteure schreiben, was sie wollen. Eine Welt ohne Männer stelle ich mir entsetzlich langweilig vor. Nebenbei gesagt sympathisiere ich auch stark mit der Ansicht, dass Männer alles als ein großes Spiel sehen. Ich glaube, da ist echt was dran und es führt uns zur zweiten (wissenschaftlich hoffentlich verwertbaren) Erkenntnis: Männer sind Sportler.
Ja, auch wenn manche nicht so aussehen, im tiefsten Inneren sind alle Männer Sportler. Ein Quentchen Ehrgeiz ist in jedem Typen, sei es auch nur, um beim Zocken an der Playstation zu gewinnen. Allerdings geht der Ehrgeiz noch viel weiter (hier wird es komplexer): Männer sehen in fast allem eine Herausforderung. Der Ehrgeiz überträgt sich auf sämtliche Stationen des Lebens. Ob es nun darum geht süße Mädels anzuflirten (respektive junge Typen abzuschleppen [Schwule sind da etwas effizienter ;-) ]) oder das schnellere Auto, ps-stärkere Motorrad oder teurere Flugzeug zu haben, Männer bauen sich gerne eine Welt der Superlative. Unter Schwulen (und auch Heteros, um fair zu bleiben) geht es um Schwanzlängen und -Durchmesser und tausend lustige (teils auch gefährlich anmutende) Maschinen sollen auf olympischen Wege des ein oder anderen Mannes Manneskraft vergrößern. Wenn das nicht klappt ist es aber auch nicht so wild, denn: Männer sind Perfektionisten. Und das meine ich nicht nur in Hinblick auf heimwerkelnde Individuen. Nein, richtig perfektionistisch ist die Garderobe der meisten Männer. Wie oft habe ich schon farblich identische Kombinationen aus Top und Socke, Shirt und Schuh oder aber Armband und Hose gelobt. Das ist noch viel eindrucksvoller, wenn man sich mal vor Augen führt, dass jede Herrenabteilung ein Viertel der Größe der Damenabteilung hat und vermutlich doppelt so viele "Männer müssen draußen bleiben"-Läden existieren als umgekehrt. Daher kommt auch: Männer haben Defekte. Der perfektionistische Drang hört auch hinter der farblichen Abstimmung von Socke und Top nicht auf. Socken müssen zu Schuhen passen, Shirts zu Hosen, Hosen zu Gürteln, Sixpacks zu Gürtelschnallen, Piercings zum Körper, Haare zum Parfüm und man(n) selbst zur/zum PartnerIn. Mit diesen esentiellen Fragestellungen kommen schon wir Männer nicht klar. Und dann versucht man mir an einer Stelle des Besagten Zeit-Beitrages einzureden, Männer bräuchten Frauen, die für sie Kleidung kaufen (und damit indirekt für ihr Äußeres sorgen). Das kann ich nicht glauben, ich habe noch keine Männer gesehen, die versucht haben ihren Körper in eine drei Nummern zu kleine Jeans zu pferchen und dies auch noch als sexy zu rechtfertigten. Nein, nein, Der Sinn für Mode kann nichts exklusiv weibliches sein. Neben dem Defekt, sich ständig schlanker als sie tatsächlich sind einzuschätzen, leiden viele Frauen an einem weiteren Defekt. Sie nehmen alles viel zu ernst. Männer müssen auch studieren, lernen und pauken, aber bei alledem bleibt doch Zeit für ein Spiel. Männer werden nicht älter. Sie erhalten sich ihren Übermut und Unvernunft. Erwachsene Männer gibt es nicht. Und daher gibt es auch kein Nein für Männer. Im Gegenteil, ein Nein ist doch eigentlich die ziemlich direkte Aufforderung zur Ergründung der Frage "Was wäre, wenn ich's doch tu?". Ich sah Männer, die auf übermütig-zärtliche Weise ihre Freundin vom Lernen abhielten, den Stift zerbrachen und auf impertinente und doch nette Art die Angleichung der nachmittaglichen Prioritäten ihrer Freundin vornahmen.

Mal ehrlich, was wäre die Welt ohne all diese Männer?

Kategorie: Denken

Donnerstag, Mai 25, 2006

'Mensch ärgere dich nicht'-Menschen

Sehr, sehr lange habe ich nach einer geeigneten Bezeichnung für eine spezielle Kategorie Mensch gesucht: sie wirken meistens schon aus der Ferne total interessant, man glaubt, diesen Menschen unbedingt kennenlernen zu wollen. Irgendwann stellt man doch plötzlich fest: war gar nicht so doll!

Diese Woche bekam ich endlich die Bezeichnung geliefert, die auch so herrlich einleuchtend und erfrischend wahr ist. 'Mensch ärgere dich nicht'-Menschen, sind Menschen, bei denen man bei der ersten Begegnung glaubt, man müsste sie/ihn sofort heiraten. Schnell stellt sich aber raus, die Person ist längst nicht so schillernd, längst nicht so atemberaubend oder genial wie man dachte. Und so sagt man sich: Mensch ärgere dich nicht! Ist eigentlich froh, dass man sich eventuelle endlos scheinende Stunden in Gesellschaft oder aber pausenlose SMS-Bombardements gespart hat.

Jaja, so etwas nennt man Menschenkenntnis - MÄDN-Menschen ist wohl aber der orginellere Ausdruck!?

Kategorie: Denken

Montag, Mai 15, 2006

Sympathien hegen

Es ist schon sehr befremdlich. Neulich brachte ich große Sympathien für meine Stadt auf.

Eine Frau lief schimpfend den Gehweg auf einen Stock gestützt entlang. Im Monolog regte sie sich zunächst über den schlechten Zustand der mit Katzenköpfen (das ist ein Kopfsteinpflaster, nicht dass jemand auf falsche Gedanken kommt) gedeckten Straße auf. Dabei stocherte sie frustriert in die Nieschen des Pflasters und klopfte mit ihrem Stock darauf herum.
Ihre Aufführung gewann an Schwung, als sie sich lauthals fragte, warum sie ausgerechnet hierher gekommen ist. Halle verwünschend verfluchte sie den Tag und ich dachte mir, es gibt wohl schlimmere Orte an denen man wohnt. Okay, es gibt allerdings auch nicht wenige schönere Orte ;-)

Kategorie: Fühlen

Freitag, Mai 05, 2006

Wie es ist ein Spielverderber zu sein

Wo soll das alles nur noch hinführen? Es gibt nichts, was in den letzten Wochen nicht auch zum WM-Hit wurde. Ein paar Beispiele?

Da waren die unzähligen, in Form und Ausführung jedoch gleichermaßen unvollkommenen Maskottchen, über die ich als notorischer Fußballgegner immer noch hinwegsehen konnte (wenngleich manche schon als Verletzung des guten Geschmacks gelten mögen). Da waren die mehr oder weniger nachvollziehbaren Verknüpfungen von Tischfass und PVC-Fußball im Miniformat oder aber die Schokoladenpralinen, denen jetzt ein gefüllter Schokoladenfußball (also nichts anderes als eine runde Praline) beiliegt. Nicht zu vergessen, das Fußballeis (welches sich rein äußerlich, und von der Umverpackung schließe ich, es dürfte bei der Süßspeiße ansich nicht anders sein) nicht besonders rund daher kommt. Vielmehr erinnert es mich an eine gewöhnliche Eistüte. Das darf ich aber so nicht sagen, dann werde ich gleich als WM-Gegner stigmatisiert.

Für den echten WM-Fan gibt es neben unzähligen weiteren Schlüsselbändchen, Bierkrügchen und anderen esentiellen Ausrüstungsgegenständen, WM-Angebote bei führenden Elektronik-Discountern und Kaffeeröstereien.

Was mir fehlt? Die Anti-WM-Angebote! In der veganen Tradition verschließe ich mich dem runden Leder. Stattdessen möchte ich allen interessierten Lesern vorschlagen, wir spielen auf der Straße mit bunten Glasmurmeln, trinken Karottensaft und knabbern Smørrebrød. Wir suchen die jeweils am lautesten jubelnden Fans der Straße auf, sagen was wir davon halten und durchtrennen mit hochwichtiger Mine das Netzkabel aller Rundfunkgeräte in der Wohnung. Ist die Mehrheit aller Haushalte der Straße ohne funktionierende Rundfunkgeräte und 90 Minuten noch nicht vorbei, haben wir gewonnen und können noch bis Mitternacht zu Smørrebrød und Murmeln zurückkehren. Falls nicht, müssen wir es sicher in der Folge mit militanten Fußballfans aufnehmen...

Kategorie: Wie es ist

Dienstag, Mai 02, 2006

Veränderung

Auf die Frage
Würden Sie sich vorrangig einer Gruppe nach sexueller Ausrichtung zuordnen?
habe ich mit "Nein" geantwortet. Über die Deaktivierung meines Profils denke ich auch schon länger nach. Seit einer ganzen Weile passen wir, die schöne schwule heile Welt und ich, nicht mehr zusammen. Schade, dabei hatten wir so "unendlich viel Spaß" zusammen.

Unser, wenn gleich auch nicht verheißungsvoller Beginn muss wohl vor 5 Jahren gewesen sein. Von da an zahllose sprachlosmachende Momente, unaufgefordert gezeigte (Selbst-)Bildnisse und leichtfertige Bekenntnisse.
Alles war so schön aufgeräumt, Brüche gab es kaum.

Es gab schwul und dann, ja dann gabs da draußen auch noch die Anderen. Das Andere war anders; war hetero, war dick, war dünn, war klug, war dumm, war unbequem. Wir waren drin, alle andere draußen. Drin war es warm, aufgeräumt (die meisten sahen aus wie alle anderen von uns auch), Probleme hatten wir nie, sei denn die Haare waren nicht perfekt (grooooßes Problem!!). Hinter der rosa Brille zog die Welt so vorbei; Gewalt, aufkeimender Rechtsradikalismus, Klimaveränderungen und Armut interessierten die meisten nicht weiter - sind auch denkbar ungeeignete Themen für nen unbeschwerten Abend, das gebe ich ja zu.

Und plötzlich merkte ich: Bist gar nicht drin sondern draußen. Die Welt ist nicht rosa, die wenigsten Probleme schwulenspezifisch und deine Selbstsicht nicht in erster Linie schwul, dein Alltagslook nicht der des Latexfreaks, der attraktive Typ gegenüber ein Mensch, nicht nur heißer Body mit süßem Face. Die immerwährenden Offerten zu Sex sind Ausdruck gesteigerter Langerweile und oftmals trauriges Selbstbekenntnis uniformer Lifestyle-Opfer.

Ich wollte daraufhin schreien, doch kaum jemand hört zu. Die sind beschäftigt mit ihrem kümmerlichen Selbst.
Fällt man durchs erste Raster oder lässt man sich nicht einordnen ist man für die Masse gestorben.

Für die meisten Schwulen bin ich, sobald ich mich artikuliere befremdlich bis hin zu angsteinflößend. Die meisten Leute der schönen heilen schwulen Welt sind mir suspekt, unverständlich, oberflächlich, ja, meist unsympathisch. Die schöne schwule heile Welt ist nicht und ich bin nicht sie. Sie ist ein falsches Konstrukt, repräsentiert unzureichend die Facetten, ist Schutz vor allen unbequemen Belangen und maximal ein schlechter Hort, aus dem es sich lieber gestern als heute gilt wieder zu emanzipieren.

Was ich dann bin? Wieder ein Stück weiter und sehr froh über die gewonnene Zeit.

Kategorie: Denken

Mittwoch, April 26, 2006

Gegenwart = Emotionaler Overkill für Katholizismusstudenten?

Männer sind Schweine, aber liebe. Nein, im Ernst, Frauen sind keinesfalls die besseren Schweine. Daher breche ich hier ne Lanze für meine Geschlechtsgenossen.

Als ich neulich mit der S-Bahn nach Leipzig fuhr, hatte ich mir gegenüber zwei Studentinnen sitzen, die sich unüberhörbar austauschten. Gegenstand der Unterhaltung war ihre Einstellung bezüglich der heutigen (Jugend-)Kultur.

Den Einstieg fanden die beiden Damen über ihren letzten Moritzbasteibesuch. Daraufhin die erste empörte Feststellung: Männer sind alle nur dort um Frauen abzuschleppen, süße Mäuse anzumachen und überhaupt, offensiv Mädels anzutanzen. Dann starren die auch noch immer so auf den Po und suchen sich immer die leichtbekleidetsten Mädels raus.
Also wirklich, meine Herren, wo bleiben die Manieren? [Im Geiste habe ich mir notiert, ich muss in die MB, da scheint ja die Luft vor Erotik förmlich zu brennen.]

Da die Beiden ohnehin nun mal bei eher körperlichen Aspekten waren, kam auch das Äußere ansich zur Sprache. Da hatte sich wohl tatsächlich die Mama bei einem Mädel erlaubt, ihr zu empfehlen, sich mal zu schminken. Ihre Freundin willigte darauf hin zeitgleich und mit wildem Kopfschütteln ein: Das würde ich auch nie tun, ich weiß auch nicht, immer dieses Geschminke und Gezupfe. Ich mag diese Künstlichkeit garnicht. Und die Kleider, die man überall kaufen kann, sind ja manchmal schon ziemlich knapp. So kann man doch nicht rumlaufen (mit vorwurfsvollem Gesicht).
In den Gesichtern der anderen, in Hörweite sitzenden, Reisenden lese ich krampfhaft unterdrücktes Schmunzeln. Ich selbst begann mich zu fragen, ob mir nicht zwei Katholizismus-Studentinnen gegenübersitzen.

Liebe Jungs, Männer und Herren, das waren Extrembeispiele. Die Mehrzahl der Frauen (und Menschen im Allgemeinen) ist ganz natürlich im Umgang mit ihrem Körper. Mehr noch, die meisten empfinden es als recht angenehm oder es schmeichelt ihnen gar, flirtet man mit ihnen oder zeigt mittels Körpersprache "ich finde dich toll".

Liebe Frauen UND Männer, keiner von uns kann doch ernstlich ins Mittelalter zurück wollen oder doch? Lebt vor, dass Flirten, Gutaussehen und Sexhaben nichts Schlimmes ist, man davon nicht zwangsläufig krank wird! Und überhaupt, den Hormonen freien Lauf lassen ist doch die schönste Sache der Welt und gleichzeitig DIE Weltsprache. Wer braucht schon Englisch, Russisch oder Chinesisch, wenn er doch Leidenschaft, Phantasie und einen Körper hat (Katholizismusstudentinnen mal außen vor :-P )???

Kategorie: Denken

Montag, April 10, 2006

Den Montag früh beginnen

So schön es sein mag als früher Vogel den Wurm zu fangen, ich persönlich fand bis dato nichts überwältigend Positives an diesem Spruch. Gemessen an der Zahl Vögel die es auf der Welt gibt, können nicht nur die frühen Vögel den Wurm fangen, es muss auch spätere Vögel geben, neben schrägen und komischen...

Ich hatte es so gewollt, heute sollte ich zu den frühen Vögeln zählen. Als erstes aufregendes Häppchen hatte ich mich für Childrens Writing eingetragen. Wunschgemäß wurde ich ab acht Uhr aufgefordert, kindgerecht die Zeile
Tony Blair won the 2004 elections
(oder so ähnlich) umzuschreiben. Mein Versuch war kläglich, aber in Anlehnung an die Gebrüder Grimm gab ich mein Bestes:
Mighty Tony Blair was named by his fellows as the leader of the glorious country of Great Britain. All of them wish him well for his reign.
Okay, ich glaube auch nicht, dass das besonders toll ist, aber vielleicht reicht es um meinen Dozenten gütig zu stimmen. Davon mal abgesehen, steht meine Teilnahme ja doch in den Sternen, neuerdings braucht man doch nen Grammar-Test-Schein um weiterhin teilzunehmen. Im Augenblick keine Ahnung, wie ich mich da vorbei mogeln will. Ich werde berichten.

Mein Brasilianisch-Kurs in Leipzig gestaltete sich hingegen durchweg positiv. Der Herr vom ICBRA erinnerte mich sehr an meinen Dozenten von der Indogermanistik, einziger Unterschied, er spricht Brasilianisch. Die Konzentration fiel mir allerdings nicht besonders leicht; neben wirklich schönen Sportstudenten zu sitzen die sich schichtweise ihrer Kleidung entledigen, ist bei verlangter Konzentration auf Brasilianisch eine Qual (insbesondere dann, wenn sie auch noch in gespielter Langerweile ihren Bizeps befühlen). Dennoch war es ein großer Spaß - unsere Lerngruppe ist irgendwie verdammt kuhhhl, scheint mir.

In Halle hatte meine Dozentin wieder sehr nette Worte für mich übrig, manchmal frage ich mich, wie sie es macht, dass sie immer irgendwie Recht hat und das auch noch mit einem sehr sympathischen Charakter sich paart. Faszinierend. Costa Rica: ja/nein ? - manche Entscheidungen nimmt einem keiner ab, egal ob man schon als erster Wurm von früh an darüber nachdenkt oder nicht.

Kategorie: Fühlen