
(gefunden bei http://queerograd.antville.org/)




Folgendes Setting: Töchterchen, welches mit der rüstigen Mutti zusammenlebt, stürzt aufgeregt zur Tür und empfängt den - zugegebenermaßen ja wirklich niedlichen - neuen Freund. Leidenschaftliche Küsse, Mutti, bisher ganz vertieft in televisão, horcht bei so viel Emoção auf und wirkt etwas verärgert über das zur Schau gestellte Liebesglück. Prompt muss das Töchterchen den Kleinen vorstellen (winkt freundlich, vgl. Bild) und Mutti fragt prüfend: "Dein neuer Freund, ja?". Die Tochter (völlig logisch bei ner Mutti, die die Hosen an hat) lässt sich natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen und stellt gleich klar: "Er wird heute Nacht hier schlafen".
Und natürlich, in der Handtasche einer Frau findet sich für wirklich jede erdenkliche Situation das Passende. Mama hat selbstverständlich ein Kondom in petto, welches sie wohlmeinend der Tochter reichen möchte (s. Bild).
So, der zweite Clip ist eigentlich noch konstruierter (aber deshalb auch noch witziger).
Der schwule Sohn (auch wirklich hübsch, Lob an die Casting-Agentur, mal kein schwuler Stereotyp sondern wirklich mal ganz lebensnah gezeichneter Charakter) ist verdutzt (s. Bild, steht perplex da). Jetzt kommt auch noch Papa wieder ins Spiel und verschlimmbessert (Handwerker!) die Situation. Mit dem Charme eines Oberlehrers sagt er: "Nimm es mal lieber mit, du weißt nie ob dein Freund eines hat oder nicht."[...] das bedeutet also zu Ende gedacht [...], dass Mann und Frau schon von ihren Körpern fremdbestimmt sind. Wenn du [Eva] daran glaubst, was ist dann erst mit den bunten Menschen? Mit den "Negern", den "Schlitzäugigen", den "Schokobraunen"? In deiner intakten Apfelkuchenwelt machen dann alle Schwarzen Musik, tanzen und rennen Marathon, ziehen sich einen Ring durch die Nase und unterhalten den Rest von uns. Die gelben Schlitzaugen trippeln als Geishas umher, servieren Tee, kochen Reis und reparieren unsere Computer.Als Reaktion auf Hermans merkwürdige (naturgegebene! auf so einen Mist muss man erstmal kommen, ihn dann noch zu veröffentlichen ist grotestk) Rollenverteilung, schreibt sie weiter:
Und wenn man an der Börse nur im kleinen Schwarzen das große Geld machen könnte, dann wäre die Wall Street ab morgen bevölkert von Kerlen, die im schwarzen Latexdress im Büro an der Stange tanzen.Liebe Désirré, das wäre ( mal ganz abgesehen vom Gleichstellungsgedanken) ja fast paradiesisch und ich, ich würde mich um ein Praktikum an der Wall Street bemühen ;-)