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Mittwoch, Juni 03, 2009

Please Please Please

Manchmal werden ja KindheitsTräume wahr. Also, na gut, aber in der Größenordnung rangierte für mich das Konzert von Owen Pallett aka Final Fantasy. Und was soll man sagen? Das Publikum hatte den hageren jungen Mann sofort ins Herz geschlossen, was ja nicht weiter schwer fiel, denn er ist äußerst niedlich.

Auf der Bühne hatte er noch die Frau Comilang mit, welche die bezauberndsten Dinge mit dem Polylux machte, die ich je gesehen habe. Schablonen übereinander gedreht, Dinge verschmelzen lassen, Farben, Formen, Schatten - ganz großartig zusammen mit Owens Musik dazu.

In den Zuschauerrängen war es etwas eintönig. Ich habe jetzt wieder eine genaue Vorstellung davon, wie sich Mitteldeutschlands größtes Gayevent anfühlen muss und warum ich da immer nicht bin. Himmel, was ist die ganze Meute uniform: halblange, glatte Haare, wahlweise nach links oder rechts gescheitelt, (bis auf zwei Quotenheteros?) rasierte Gesichter, blaue, weiße, beige, braune, gestreifte, karierte Röhrenjeans (einen anderen Schnitt gab es nicht), Stoffbeutel, wahlweise schäbig-schmuddelig oder gewaschen, über die Schulter gehängt... *gähnt*

Für ihre Zähigkeit liebe ich die Leipziger ja sehr! Herr Pallett durfte nicht gehen, bevor er nicht 4 Mal von hinten per andauerndem Applaus genötigt wurde, für Zugaben erneut hervorzutreten. Jetzt ärgere ich mich total, dass ich nicht auch bei Cocorosie im Schauspielhaus war. So mit diesem roten Samtsitzen, das ist schon irgendwie verdammt cool!

Mittwoch, Januar 02, 2008

From Russia With Love: Ya lyublyu tebya (Review)

Neues Jahr hin oder her, ein paar Sachen hängen noch aus dem alten Jahr nach:

You I Love (2004)
Dieser Film hat mein Harmoniebedürfnis wirklich beinahe vollständig gedeckt und mein ästhetisches Empfinden auf angenehme Weise "stimuliert".



Wer meint, ein guter Film müsse zwangsläufig in seiner Handlung komplex oder hochkarätig besetzt sein, dem sei "You I Love" ans Herz gelegt. Ich bin nicht hinreichend über den Bekanntheitsgrad Damir Badmaevs (im Film Uloomji) informiert, würde aber behaupten, er zählte vor seinem Auftritt in "You I Love" nicht zu den Größen des russischen Filmbusiness.

Die Handlung ist einfach, linear, nicht hektisch. Mit der Begegnung Timofeis (Evgeny Koryakovsky) und Veras (Lyubov Tolkalina) in einer Betriebskantine wird eine sich entwickelnde Liebesbeziehung gezeigt. Irgendwann taucht Uloomji auf und stürzt auf die Motorhaube von Timofeis Auto. Dem jungen Mann fehlt augenscheinlich nichts und er übernachtet bei Timofei. Timofei, Werbemacher im "aufstrebenden Russland" mit so brillianten Spots wie "What is love? Cola is love!", erliegt rasch der Faszination Uloomjis. Irgendwann überrascht Vera die beiden und aus der nach bürgerlichen Maßstäben "ordentlichen" Beziehung zwischen Vera und Timofei versucht Filmemacherin Olga Stolpovskaja eine Art befreiendes Roadmovie mit Happy End zu machen, in dem es weniger um das "richtig", noch "falsch" sondern eher um das "es ist" geht.

Mich hat diese natürliche Einfachheit und Authentizität, die Badmaev in der Figur Uloomjis verkörpert, begeistert. Uloomji stammt aus einer einfachen Familie, wuchs mit Mutter und Rentieren auf dem Land auf. Die Einrichtungen der städtischen Welt (EC-Automat, elektrisches Licht) sind komplex, faszinierend und doch begegnet er ihnen mit imponierender Ablehnung.



Der Figur Uloomjis wohnt dank der Besetzung durch Badmaev eine Faszination inne, die sich vielleicht am ehesten mit "animalisch", "erotisch", "natürlich" und "sanft" umschreiben ließe. Schon das Gesicht, sein Blick drückt unheimlich viel aus, finde ich.

Ich finde die in einigen anderen Kritiken erwähnten Vergleiche zu "Sex in the City", bzw. die Vorwürfe eines inakkuraten Kapitalismusbildes und klischeehafter Stereotype unangebracht.

Bezüglich der Vergleiche kann ich nur sagen, der Film zieht bedeutend weiter. Hier geht es nicht darum, ob und wer den schönsten jungen Mann abbekommt. Hier geht es um die Beziehung zwischen unterschiedlichen Menschen mit völlig verschiedenen Lebensentwürfen und um die Aussage, dass auch so verschiedene Lebensentwürfe harmonieren können.

Stichwort inakkurates Kapitalismusbild: Doch, doch, genau so absurd, grotesk und überzeichnet spielt sich der Kapitalismus in den "sich öffnenden Märkten" im Osten von und Osteuropas ab. "What is Love? Love is Cola!" - konsumistische Sinnfreiheit.

Klischeehafte Darstellungen: Schwulenparties mit halb- oder nackten Tänzern gibt es wirklich, gleiches gilt für den schnellen Sex auf der Toilette, auch zu dritt. Es gibt schwule Abgeordnete, es gibt intolerante Menschen und die Architektur Moskaus ist tatsächlich so abweisend, kalt und unwirklich und auch die Ablehnung gegenüber jedweden Minderheiten ist so wenig überzeichnet, wie sie ein exklusiv russisches Motiv ist.



Fazit: Ein schöner Film, der mehr Aufmerksamkeit verdient und aus seinem Schattendasein herausgeholt werden sollte. Einfache Charaktere, eine liebenswerte Story und attraktive Schauspieler.

Dienstag, Januar 01, 2008

Bagdad Café (Review)

Mit Bagdad Café (1987) muss ich noch einen Film würdigen:

Ein bayerisches Touristenpärchen versucht die USA zu erkunden und trennt sich nach kurzer Zeit. Sie steigt aus, beschließt ab "hier" zu laufen und Er fährt davon.

Nach einem scheinbar unendlichen Fußmarsch kommt Jasmine (alias Marianne Sägebrecht) in Bagdad Café, einer Highway-Raststelle gelegen im Nirgendwo bei Las Vegas zu Fuß an.



Den Laden wirft Brenda (CCH Pounder), die just ihren Mann in die Wüste geschickt hat und etwas überfordert mit der Führung einer Raststelle ist. Nun gesellt sich auch noch eine komische Deutsche mit dem Koffer voller Herrensachen in ihr Motel.


Der Film zeigt eine Marianne Sägebrecht, die einen sofort gefangen nimmt. Einer der Schauspielerinnen, die nichts sagen muss, alles funktioniert bei ihr über Gesicht und Körperhaltung. Wäre nicht die hysterische, überforderte Brenda hätten wir hier einen ruhigen Film; Marianne und Brendas Sohn am Klavier und ganz viel Wüste.
Nach und nach kommen mehr Charaktere ins Spiel. Da gibt es den Alt-Hippie, den süßen Hitchhiker mit dem Boomerang, Brendas Tochter und den Sheriff.


Der Film ist erfrischen authentisch: Bayer trifft zum ersten Mal im Leben Farbige. Motel hat plötzlich verdächtigen Gast. Tochter darf endlich Kind sein. Klavierspiel des Sohnes hat zum ersten Mal einen Zuhörer. Ein durchaus traurig optimistischer Film, der zeigt, selbst (oder gerade) die unmöglichsten Konstellationen sind die besten.


Und folglich ist auch die schönste Liebeserklärung die, die ohne viele Worte auskommt: "You know, there are ways prevent problems with the visa, the greencard... -Yes...Will you marry me, Jasmin? -Yes.".

Fazit: Ein ganz großartiger Film, mit überzeugenden Schauspielern, mit viel Atmosphäre und Charme. Ein Film, bei dem man am Ende sagt "Schade, schon vorbei".

Freitag, Mai 04, 2007

Rubber Records Sampler 2007 y más


Huh! Seit 2 Tagen habe ich schon Gelegenheit in den "Rubber Records Sampler 2007" hineinzuhören. Ich gestehe, das ist der beste kostenfreie Sampler der mir seit längerem untergekommen ist. Hat musikalisch so ziemlich alles, was ich in irgendeiner Form auch höre. Starke Tracks: "Stand Back" von Offcuts, "Let It Roll" von Andrew Morris (okay, klingt verdammt nach The Black Keys, ist deswegen aber nicht minder gut), "Guillotine" von GB3 und "Helicopters" von Yidcore (Geständnis: Mein Lieblingssong auf dem Sampler). Fazit: Kostet ein paar MB im Download, ansonsten aber kostenlos bei eMusic* im Programm. Viel Spaß beim Hören.




Ebenfalls kostenfrei bei gleicher Quelle liegt "Rock The Earth Sampler 2" vor. Insgesamt eher durchwachsen, aber auch hier am Ende noch ein sehr guter Titel von Adam Richman, nämlich "Mary-Anne". Die anderen Songs haben bei mir keinen besonders großen Eindruck hinterlassen, aber 'nem geschenkten Gaul (weil kostenlos) schaut man - bekanntlich - nicht ins Maul.




Außerdem verschenkt eMusic noch den "Suburban Home and Friends Summer 2006 Sampler". Gekennzeichnet als Alternative/Punk, ist die Sammlung erfreulich vielseitig, wenn auch insgesamt für mich ein wenig zu laut, zu viel Geschrei. Am interessantesten darauf: Ghost Buffalo, The Cardinal Sin und Laymen Terms. Fazit: Kann man auch herunterladen, lohnt sich aber vielleicht vorher mal reinzuhören und dann per pick&miss ein paar Titel zu ziehen.



Okay,der hier ist wirklich toll. Auf "Independent Music Awards Winners 2007" sind 38 Tracks auf 2 CDs verpackt. Herausragend (weil sich vom Rest der Titel durch Stil und Rhythmus abhebend) sind folgenden Titel: "Isaac's Blues" von Duane Andrews, ein frisches Instrumental aus Streichern, Gitarren und Bläsern bei dem man ein Baguette oder irgendwas zur Hand haben sollte, macht Hunger auf mediterranes Lebensgefühl. Die Live-Aufnahme von "Salaam" dargeboten von Sheva, dürfte unter Umständen bekannt sein, spätestens wenn man es hört. Nach dem xten Hören etwas nervig, aber dennoch gut, weil anders. Super ist auch Novalima (aus Lima? Nur so'n Gedanke...) mit "Machete". Diesen schönen Song presse ich in mein nächstes Referat, wenn es auch nur im entferntesten mit Lateinamerika zu tun hat. So gut ist der. Etwas klassischer ist es bei Inca Son und seiner "Viaje A La Montaña". Klingt nach gut gemachter Panflötenmusik und einer gehörigen Portion Lokalkolorit in Form von gackernden Hühner, und Geräuschen emittierenden Nutztieren. Der eigentliche Clou ist aber der Kuckuck. Wikipedia (wo ich gerade nachgeschaut habe) verschweigt, ob es Kuckucks in den Anden gibt. Ich muss meine Ornithologen-Mutter fragen...
Fazit: Toller, ebenfalls kostenfreier Sampler den man eigentlich komplett runterladen & dann staunen kann, was es für aufregende Musik gibt.


*: Alle kostenfreien Downloads setzen einen Account/Registrierung bei eMusic.com voraus.

Samstag, August 12, 2006

What it is like to watch Cute Pirates

Although it is a comercial production I had to break with my principles 'cause I enjoyed the first PoC so much. The second part is a nice movie provided you are somehow into pirates, men wearing mustache and emancipatory women. The story itself was not very convincing and I couldn't figure out why certain persons appeared and what kind of role they inhabited. But apart from the weak sections of the plot it is eyecandy. It is not only the landscape it is also the camera movement. The special effects are nice. They are "just" nice because since I saw LotR everything reminds me and I have those "i saw that on another movie before"-moments. We already saw big monsters (remember the octupus hitting Frodo?) and it was this time more or less the same.

Anyway, the characters are great. I really love Sparrow's quirky, gay-ish manner. The way he walks, the way he acts - it is brilliant. His counterpart (though u can't call it like that, sometimes it seems as they are best friends) Turner is noble and more boyish but I couldnd't and wouldn't decide for one of both.
What was quite impressing was the delicious look of Orlando Bloom in the leather jacket. Obviously it was not 100% vegan but it hit me seeing him like this. A nice development for a velvety elf. I suddenly thought about getting a jacket myself and coming to terms with Bloom emm, ya know...
And there is even a decent SM-scene that came quite surprising. A pitty that we didn't have the chance to see as Orlando puts on again his leather jacket covering the stripes obtained from the punishment he lately received on his sexy back... Umm, I better shut up before I get fined by disney pictures *grin*

Donnerstag, Mai 18, 2006

ILA 2006 Review

Ein Fest der Giganten - ohne die Hauptakteure *g*
Nein, sieht man vom Fehlen des A380 an meinem Besuchstag der Messe ab, so war der Tag, sieht man erneut vom andauernden Regen ab, sehr nett. Man muss halt bestimmte Dinge ausblenden können. *lacht*. Herzlichen Dank auch an meine ungeheuer gutaussehende, gebildete und sympathische Begleitung. Wann sehen wir uns wieder? :)

Nichtsdestotrotz nun die Bilder.






Kategorie: Bilder