... eine Seite, wo man melden kann, wie viele Leute man im privaten Umfeld schon zur Nutzung von Open Source-Programmen und -Systemen gebracht hat? Ich hätte mir schon vier Tux-Maskottchen (oder was auch immer) verdient *stolz*.
Überlege wirklich, das ehrenamtlich zu machen :-D
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Sonntag, November 22, 2009
Montag, Juni 01, 2009
Man Is The Baby
*Wahnsinnig werd* Äthiopier haben eine ganz, ganz schlimme Wirkung auf mich. Daher ganz gut, wenn Er die Mutti mitbringt und Sie die Getränke bezahlt. So konnte ich wieder ganz im Stillen genießen.
Allerdings hatte ich das Gefühl, sie war ein Bisschen quengelig. Hm, naja...
Hab mich auch gleich unter dem Vorwand (?), ein WLan installieren zu müssen bei ihm zu Hause angemeldet und warte jetzt auf Terminvorschläge :-D
Allerdings hatte ich das Gefühl, sie war ein Bisschen quengelig. Hm, naja...
Hab mich auch gleich unter dem Vorwand (?), ein WLan installieren zu müssen bei ihm zu Hause angemeldet und warte jetzt auf Terminvorschläge :-D
Donnerstag, Mai 07, 2009
Wir fangen noch einmal an, mit dem was wir haben
Gestern noch überhaupt nicht aufstehen wollen und heute durchflutet von positiver Energie - schon erstaunlich, was bestimmte Sachen bei einem auslösen können. Am liebsten befasse ich mich tatsächlich mit humorvollen, vorlauten, cleveren, tendenziell verrückten aber umso niedlicheren Menschen. Hihi *freut sich*
Sonntag, Mai 03, 2009
Reagenzien anyone?
Was macht man mit 2 Reagenzgläsern, die man sich am Wochenende "ertrunken" hat? Ein hässliches Blinklicht hätte ich auch noch zu vergeben.
Immerhin habe ich aber kein Jägermeister-Shirt in furchtbarstem Orange gewonnen, wie es der Begleitung widerfuhr. Fragen'se nicht, wie groß die Freude war... Die Frage nach meiner Schadenfreude kann ich aber leicht beantworten: die war riesengroß.
Eh.., mit jedem weiteren Tag gelange ich zu der Erkenntnis, dass mir eigentlich nur die Wiedergeburt in Form einer Ziege oder so gelingen kann, für mehr habe ich einfach zu viel negatives Kharma.
Immerhin habe ich aber kein Jägermeister-Shirt in furchtbarstem Orange gewonnen, wie es der Begleitung widerfuhr. Fragen'se nicht, wie groß die Freude war... Die Frage nach meiner Schadenfreude kann ich aber leicht beantworten: die war riesengroß.
Eh.., mit jedem weiteren Tag gelange ich zu der Erkenntnis, dass mir eigentlich nur die Wiedergeburt in Form einer Ziege oder so gelingen kann, für mehr habe ich einfach zu viel negatives Kharma.
Mittwoch, April 29, 2009
Oh, oh
Leben ist manchmal schon ziemlich krass. Da spricht man mit jemanden, mit dem man schon Ewigkeiten nicht mehr zu tun gehabt hat und diese Person kennt einen beinahe besser als man sich selbst. Ich weiß nicht, was ich vor lauter Dankbarkeit tun kann, aber das Gesagte war unbezahlbar.
Ebenfalls hat mich die Parteinahme jener Person für D. beeindruckt und mir die Augen geöffnet. Manchmal ist es so verdammt notwendig, dass einem Leute auch mal die Dinge sagen, die man selbst gar nicht so gern hören möchte, einem auch zeigen, bei was man sich im Tumult der Gefühlsüberschläge zu weit vorgewagt hat und unfair geworden ist.
Niedlich, und dabei blieb die Person ganz die alte, waren die wenig schmeichelhaften Worte über D.:
Nur mit der Zukunft muss man sehen wie und ob es werden kann.
Ich sollte wegfahren, mich amüsieren und mehr dieser Gespräche führen. Ich weiß auch schon wohin - Richtung Norden, denn
Ebenfalls hat mich die Parteinahme jener Person für D. beeindruckt und mir die Augen geöffnet. Manchmal ist es so verdammt notwendig, dass einem Leute auch mal die Dinge sagen, die man selbst gar nicht so gern hören möchte, einem auch zeigen, bei was man sich im Tumult der Gefühlsüberschläge zu weit vorgewagt hat und unfair geworden ist.
Niedlich, und dabei blieb die Person ganz die alte, waren die wenig schmeichelhaften Worte über D.:
unterirdisch, ich habe nie verstanden, was du an dem fandest, der war doch nicht deine Klasse, schon wie der aussah, mein Gott Peter, der hatte... etc.Ganz egal, die Vergangenheit bleibt immer gleich schön.
Nur mit der Zukunft muss man sehen wie und ob es werden kann.
Ich sollte wegfahren, mich amüsieren und mehr dieser Gespräche führen. Ich weiß auch schon wohin - Richtung Norden, denn
Times that are coming are smiling at me
Late nights and drinking will make it complete
Dancing with flowers and jump in the sea
With these kind of feelings
Ill always be free
Mittwoch, April 01, 2009
Good Surf?
Good Surf? - Yeah, caught a couple of good ins.
Will heißen: Endlich mal keine Rentner im Schwimmbad, die eher auf dem Wasser treiben als sich aus eigener Kraft zu bewegen. Schönes Wetter hat wirklich seine guten Seiten.
PS: In meinem Hof gucken mich vier niedliche Popos von ansonsten prolligen Hetero-Autoschrauber-Jungs an.
Will heißen: Endlich mal keine Rentner im Schwimmbad, die eher auf dem Wasser treiben als sich aus eigener Kraft zu bewegen. Schönes Wetter hat wirklich seine guten Seiten.
PS: In meinem Hof gucken mich vier niedliche Popos von ansonsten prolligen Hetero-Autoschrauber-Jungs an.
Samstag, März 28, 2009
Comme un héros
Ich glaube, ich habe soeben in einer carta sentimental so etwas wie einseitige Monogamie vorgeschlagen. Also Ihm vorgeschlagen und für meine Seite eher schriftstellerisches Schweigen demonstriert. Könnte ich mich herausreden, mit "es war gewissermaßen auch für meine Person impliziert"?
Egal, Vertragskonditionen können wie überall auch im Nachhinein noch neuverhandelt werden. Mir schwebt jenes Modell vor, das Expeditionen erlaubt, toleriert solange diese mir gegenüber nicht publiziert werden aber dauerhafte Zweit-Liebschaften verbietet.
Selten so klar gesehen - schön, wenn man weiß, was man am liebsten hat und am meisten braucht. Danke liebes Bauchgefühl, danke südländisches Temperament für diesen Schnellschuss.
Egal, Vertragskonditionen können wie überall auch im Nachhinein noch neuverhandelt werden. Mir schwebt jenes Modell vor, das Expeditionen erlaubt, toleriert solange diese mir gegenüber nicht publiziert werden aber dauerhafte Zweit-Liebschaften verbietet.
Selten so klar gesehen - schön, wenn man weiß, was man am liebsten hat und am meisten braucht. Danke liebes Bauchgefühl, danke südländisches Temperament für diesen Schnellschuss.
Samstag, März 14, 2009
Wrongfully, I rested
Kennen Sie das? Man nimmt sich vor, mit Rücksicht aufs Gemüt (die Emotionen danach und so), nicht schwach zu werden. Plant so, das könnte, wenn überhaupt, Sex zum Abgewöhnen werden und dann am Ende wird es doch nach Maßgabe recht guter Sex. Ätzend,wa?
Danach kommt wieder alles, worüber man sich die letzten 2Wochen
Monate hinweg zu sein geglaubt hatte in den Kopf. Man liegt da und ist traurig, lässt die ein oder andere Träne auf sein Kissen, sein Bett kullern und weiß genau, das hätte jetzt nicht sein müssen, das mit ihm. Irgendwie bereut, nicht so richtig, aber doch auf eine Art. Abhängigkeit ist schlimm, so eine sexuell-emotionale ganz ungesund. Geben Sie da ja Acht.
Mehr (also eigentlich eher gar keine) Standhaftigkeit beim nächsten Mal. Verdammt, verdammt, das muss doch irgendwie machbar sein. Gibt es Handbücher: "Sex zum Abgewöhnen", "Mit diesen 15 Tipps vergeht ihnen garantiert die Lust auf Sex" so etwas halt?
Danach kommt wieder alles, worüber man sich die letzten 2
Mehr (also eigentlich eher gar keine) Standhaftigkeit beim nächsten Mal. Verdammt, verdammt, das muss doch irgendwie machbar sein. Gibt es Handbücher: "Sex zum Abgewöhnen", "Mit diesen 15 Tipps vergeht ihnen garantiert die Lust auf Sex" so etwas halt?
Montag, Januar 12, 2009
Erfolg geträumt
Das könnte bei wohlwollender Betrachtung eine erfolgreiche Woche werden. Schon jetzt (es ist Montagmorgen!!) drei Punkte der wöchentlichen To-Do-Liste abgearbeitet. (Okay, es waren Emails und Überweisungen, dennoch!) Den Rest muss jetzt mein Charme reißen...
Warum träume ich eigentlich, dass ich mit einem Latino, der wild in Spanisch auf mich einredet, flüchte? Wir holen Dinge aus einem Schließfach im Bahnhof und werden verfolgt. (Das war der Punkt, wo ich begann, zu bezweifeln, er sei ein junger Schriftsteller...) Irgendwann hab ich dann gemeint, es reicht und ihn in einer vermeintlich ruhigen Ecke auf einen Steinsockelgesetzt gedrückt. Dort habe ich ihm das schweißnasse Haar aus der Stirn gestrichen und gesagt, wenn er sich jetzt nicht bald ruhig verhält, sieht jeder Depp, dass wir flüchten.
Leider bin ich daraufhin aufgewacht, aber es erklärt meinen Tatendrang. Ich ordne an und dieLatinos Dinge gehorchen. So muss das sein, sehr schön!
Warum träume ich eigentlich, dass ich mit einem Latino, der wild in Spanisch auf mich einredet, flüchte? Wir holen Dinge aus einem Schließfach im Bahnhof und werden verfolgt. (Das war der Punkt, wo ich begann, zu bezweifeln, er sei ein junger Schriftsteller...) Irgendwann hab ich dann gemeint, es reicht und ihn in einer vermeintlich ruhigen Ecke auf einen Steinsockel
Leider bin ich daraufhin aufgewacht, aber es erklärt meinen Tatendrang. Ich ordne an und die
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Freitag, Januar 09, 2009
Verrückte, wilde Welt
Wild World: Just immer dann, wenn man glaubt, man sieht eigentlich am grottigsten aus (abklingende Erkältung, unrasiert und so), wird man von sympathisch wirkenden Leuten angesprochen, nach Wechselgeld gefragt und vom Nächsten, kurz darauf, dann noch ange"uhuhut" (mit hochgezogener Augenbraue), angegrinst und in Smalltalk verwickelt. An sich ja beruhigend, denn offenbar wog das Vorkommnis Anfang des Semesters nicht so schwer, wie ich zunächst dachte.
Und wie jetzt weiter? Künftig wirklich nur noch alle 5 Tage rasieren?
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Mittwoch, Dezember 17, 2008
Das Spektrum reichte von harmlos bis befremdlich
Harmlos: Eine betrunkene Russin bittet mich, ihr Brot abzuschneiden. Erklärung (bitte in schöner akzentualer Färbung vorstellen): "Ich bin zu betrunken, kannst du mir eine Scheibe von dem Brot abschneiden?". Natürlich. Während der Kampf mit dem Brot seinen Lauf nimmt, fällt die Russin mir um den Hals und begutachtet meine Piercings. Ging auch gut aus der Perspektive, sie war ja direkt daneben. Jedenfalls haut sie dabei irgend so einen Dip vom Tisch, der sich dann hübsch auf Boden und Kleidung anderer verteilt. Brot mit den Worten "Vielleicht auch lieber das nächste Glas Alkohol durch noch eine Scheibe Brot substitutieren" und vorwurfsvollem Blick überreicht. Danach mich wieder dem bestriechendsten Gast zu gewendet.
Befremdlich: Gespräche mit Leuten führen, deren Gesicht man kennt. Die Namen sind Fische in einem großen dunklen Teich und tauchen immer nur ganz kurz auf, dann ein Geistesblitz aber nicht lang genug, um den Namen zu fassen. Irgendwie doof, daher alle geduzt und gehofft, dass Getränke die Erinnerung beleben. Halfen aber nicht. Namen sind Schall und Rauch, sag es ja immer wieder.
Richtig gruselig: Menschen freundlich ansprechen, die dich im Gegenzug mit folgendem Programm "verwöhnen".
Erste Option: Mann erschrickt furchtbar als du ihn ansprichst und scheint sich zunächst gar nicht mehr zu erholen. Daher auf die Frage "Na, wie gehts?" heftiges Räuspern, eine Körpersprache, die auf Atemnot schließen lässt. Nach kurzer Erholungsphase und mehr Glühwein gings etwas lockerer. Immerhin noch kein hoffnungsloser Fall.
Zweite Option: Du lächelst freundlich an und dein Gegenüber guckt total perplex. Kann passieren, denkst du dir und gehst hin und sagst "Hallo". Mann wird gar nicht mehr wieder, bringt abgesehen von äußerst verspannten Antworten in Form eines hervorgepressent "Ja" und "Nein" nichts weiter heraus. Bei jeder Frage guckt er ganz leidend, du denkst, er lebt gleich ab oder was ähnlich furchtbares. Interessante Gespräche verlaufen anders - die sehr einseitige Kommunikation daher recht bald beendet. Hatte Mitleid und will ja niemanden absichtlich leiden lassen.
Stark verunsichert bin nun ich. Sehe ich gefährlich aus? Eilt mir ein schlimmer Ruf voraus, von dem ich nichts weiß? War ja noch nicht mal einer meiner Tutoriumsstudenten dabei. Da hätt ichs ja verstanden, wenn die Angst vor mir verspüren. Aber auch dort bin ich nie wirklich böse, frustriert hingegen manchmal schon!
Befremdlich: Gespräche mit Leuten führen, deren Gesicht man kennt. Die Namen sind Fische in einem großen dunklen Teich und tauchen immer nur ganz kurz auf, dann ein Geistesblitz aber nicht lang genug, um den Namen zu fassen. Irgendwie doof, daher alle geduzt und gehofft, dass Getränke die Erinnerung beleben. Halfen aber nicht. Namen sind Schall und Rauch, sag es ja immer wieder.
Richtig gruselig: Menschen freundlich ansprechen, die dich im Gegenzug mit folgendem Programm "verwöhnen".
Erste Option: Mann erschrickt furchtbar als du ihn ansprichst und scheint sich zunächst gar nicht mehr zu erholen. Daher auf die Frage "Na, wie gehts?" heftiges Räuspern, eine Körpersprache, die auf Atemnot schließen lässt. Nach kurzer Erholungsphase und mehr Glühwein gings etwas lockerer. Immerhin noch kein hoffnungsloser Fall.
Zweite Option: Du lächelst freundlich an und dein Gegenüber guckt total perplex. Kann passieren, denkst du dir und gehst hin und sagst "Hallo". Mann wird gar nicht mehr wieder, bringt abgesehen von äußerst verspannten Antworten in Form eines hervorgepressent "Ja" und "Nein" nichts weiter heraus. Bei jeder Frage guckt er ganz leidend, du denkst, er lebt gleich ab oder was ähnlich furchtbares. Interessante Gespräche verlaufen anders - die sehr einseitige Kommunikation daher recht bald beendet. Hatte Mitleid und will ja niemanden absichtlich leiden lassen.
Stark verunsichert bin nun ich. Sehe ich gefährlich aus? Eilt mir ein schlimmer Ruf voraus, von dem ich nichts weiß? War ja noch nicht mal einer meiner Tutoriumsstudenten dabei. Da hätt ichs ja verstanden, wenn die Angst vor mir verspüren. Aber auch dort bin ich nie wirklich böse, frustriert hingegen manchmal schon!
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Donnerstag, Dezember 04, 2008
Du geiler Sack
Wenn man das an den Kopf geworfen bekommt, ist das im schlimmsten Fall ordinär aber immerhin in Richtung eines Kompliments. Wenn einem der Kassierer im Klamottenladen allerdings die Ware mit den Worten "Und hier, ein heißer Sack für dich" überreicht, dann, ja dann macht man sich so seine Gedanken. Ich meine, man hätte auch sagen können "Hier, du geiles Stück, hier ist deine Ware" oder aber "Da, nimms schon endlich, du heißer Feger". Aber nein, da lässt der Typ es lieber so klingen als wäre ich schmückendes Beiwerk und diese (übrigens ausgesprochen hässliche!!!) Tüte etwas besonderes. Wo sind die echten Komplimentemacher?
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Montag, Februar 12, 2007
Ihr neues soziales Umfeld
Aha, die ExterroristIN von der RAF bekommt also ein "neues soziales Umfeld gestellt", damit sie sich nach 24 Jahren Haft besser in der Umwelt zurechtfindet. Das stelle ich mir ungefähr so vor.
Brief vom Zuständigen Vollzugsbeamten an die (Noch-)Inhaftierte:
Sehr geehrte Frau XYZ,
ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu dürfen, dass Ihre Haft zum xx.xx.xxxx beendet wird. Bedingt durch diesen Entschluss der Anstaltsleitung ergeben sich für Sie einige neue Lebensumstände.
Die Hafträumlichkeiten stehen Ihnen ab dem xx.xx.xxxx nicht mehr als Wohnraum zur Verfügung. Wir haben uns im Rahmen der Sozialmaßnahmen Ihrer Wiedereingliederung bereits um ein Quartier für Sie gekümmert. Für die Abrechnung der Miete haben wir für Sie ein Bankkonto eingerichtet, so dass Sie regelmäßig Zahlungen für Miete, Strom und Wasser leisten können. Wir hoffen, Ihnen mit der Wohnung in xyz ein annehmbares Objekt angemietet zu haben.
Um Ihren Wiedereintritt in die Gesellschaft für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir auch versucht bei Ihrem, durch uns gestellten, neuen sozialen Umfeld weitestgehend ihren Vorlieben gerecht zu werden. Leider können wir Ihren Präferenzen vermutlich nicht ganz entsprechen, da einige Ihre engsten Vertrauten sich durch ebenfalls gesetzeswidriges Verhalten als Begleitperson für die Resozialisierung Ex-Inhaftierter disqualifizierten und wir sie folglich nicht berücksichtigen konnten. Umso erfreuter sind wir jedoch, Ihnen heute Ihren neuen und durch uns sorgfältig ausgewählten Freundeskreis vorzustellen. Neben Name, Anschrift, Alter, Körpergröße und Gewicht finden Sie in der beiliegenden Aufstellung die Neigungen, Interessen, Lieblingsgerichte, präferierte Weinsorte und Spitznamen Ihrer neuen Freunde.
Sollten Ihrerseits keine weiteren Einwände bestehen, werden Sie am Tag Ihrer Entlassung von Ihrem neuen sozialen Umfeld abgeholt und haben so bereits Gelegenheit für ein erstes persönliches Kennenlernen.
Wir hoffen nochmals, Ihnen mit ihrer neuen Wohnung und dem auf sie zugeschnittenen Freundeskreis eine Handreichung für einen erfolgreichen Start in einen neuen Abschnitt Ihres Lebens gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen verbleibt,
UVW.
Brief vom Zuständigen Vollzugsbeamten an die (Noch-)Inhaftierte:
Sehr geehrte Frau XYZ,
ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu dürfen, dass Ihre Haft zum xx.xx.xxxx beendet wird. Bedingt durch diesen Entschluss der Anstaltsleitung ergeben sich für Sie einige neue Lebensumstände.
Die Hafträumlichkeiten stehen Ihnen ab dem xx.xx.xxxx nicht mehr als Wohnraum zur Verfügung. Wir haben uns im Rahmen der Sozialmaßnahmen Ihrer Wiedereingliederung bereits um ein Quartier für Sie gekümmert. Für die Abrechnung der Miete haben wir für Sie ein Bankkonto eingerichtet, so dass Sie regelmäßig Zahlungen für Miete, Strom und Wasser leisten können. Wir hoffen, Ihnen mit der Wohnung in xyz ein annehmbares Objekt angemietet zu haben.
Um Ihren Wiedereintritt in die Gesellschaft für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir auch versucht bei Ihrem, durch uns gestellten, neuen sozialen Umfeld weitestgehend ihren Vorlieben gerecht zu werden. Leider können wir Ihren Präferenzen vermutlich nicht ganz entsprechen, da einige Ihre engsten Vertrauten sich durch ebenfalls gesetzeswidriges Verhalten als Begleitperson für die Resozialisierung Ex-Inhaftierter disqualifizierten und wir sie folglich nicht berücksichtigen konnten. Umso erfreuter sind wir jedoch, Ihnen heute Ihren neuen und durch uns sorgfältig ausgewählten Freundeskreis vorzustellen. Neben Name, Anschrift, Alter, Körpergröße und Gewicht finden Sie in der beiliegenden Aufstellung die Neigungen, Interessen, Lieblingsgerichte, präferierte Weinsorte und Spitznamen Ihrer neuen Freunde.
Sollten Ihrerseits keine weiteren Einwände bestehen, werden Sie am Tag Ihrer Entlassung von Ihrem neuen sozialen Umfeld abgeholt und haben so bereits Gelegenheit für ein erstes persönliches Kennenlernen.
Wir hoffen nochmals, Ihnen mit ihrer neuen Wohnung und dem auf sie zugeschnittenen Freundeskreis eine Handreichung für einen erfolgreichen Start in einen neuen Abschnitt Ihres Lebens gegeben zu haben.
Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen verbleibt,
UVW.
Montag, Oktober 16, 2006
In was für einer Gesellschaft wir leben
Nachdem ich mich kürzlich mit einem Essay Rodós beschäftigt habe, stelle ich immer mehr Dinge fest, die mich nerven. Heute geht es so weit, dass auch ich kurz davor stehe, einen Essay an die Jugend zu adressieren.
Erschrocken bin ich schon einige Male. Neulich beispielsweise, als ich ins Institut kam und dachte, ich sei in eine Zuschaustellung schlechten (Mode-)Geschmacks geraten. Aber nein, was sich da auf dem Gang tummelte, waren die neuen Studentinnen der Philologie. Ich verlange nicht, dass man aussieht, wie das, was die Leute für gewöhnlich vom Äußeren eines Andenbewohners erwarten, wenn man Lateinamerikastudien belegt. Was ich allerdings erwartet hätte, ist, dass man ein gewisses Verständnis und die Befähigung mitbringt, sich in die Problematiken hineinzudenken. Wenn mein Problemhorizont aber nur bis zu den unterschiedlichen Schattierungen meines Solariumteints reicht, dann dürften die nächsten Semester schwierig werden.
Nächste Sache ist diese schreckliche Markenfixierung. Man trifft ja kaum noch auf Leute, die nicht mit riesen D&G-Logo oder zur Schau getragener Diesel-Labelsammlung rum laufen. Auch diese furchtbaren Gürtel, mit den phatten Schnallen dran - was ist das für eine merkwürdige Erscheinung? Wollen die Leute damit über ein Problem mit der Fülle ihres Schritts hinwegtäuschen oder ist es ein zusätzliches Gewicht um das Sichfortbewegen auf hohen Absätzen zu erleichtern? Außer ein paar anständigen Punks in hohen Docs und wenigen markenresistenten jungen Leuten, sieht man ja kaum noch Volk, dass nicht Werbung, für große Konzerne mit zweifelhaftem Verdienst für die Menschheit, läuft. Seitdem wir den Großen in unserem Streben nach mehr Individualität ihre (oftmals so erschreckend und offensichtlich) ähnlichen Artikel abgekauft haben, sehen wir jetzt alle so wahnsinnig individuell aus, dass ich mich bei jedem zweiten Passanten frage, ob ich ihm/ihr nicht kürzlich bereits begegnet bin.
Nachfragen lohnt da auch meistens nicht. Entweder ist das gegenüber nicht in der Lage, sich umfassend und verständlich zu äußern oder man muss sich anhören, welcher PKW als nächstes gekauft wird. Wenn man dann mal das Gespräch auf andere Kulturkreise lenkt, dann muss man zunächst erklären, dass es sich bei der ein oder anderen Volksgruppe nicht um ein abenteuerliches asiatisches Gericht handelt, sondern um die Bewohner eines anderen Kontinents. Is man dann mal so weit, und hat man eine Krisenregion als Gesprächsthema gewählt, dann bekommt man zu hören, dass die sich dort eh schon seit frühster Zeit die Köpfe einhauen und man das sowieso nicht ändern könne.
Ja, eine wunder(same)volle Einstellung herrscht hier vor. Die Vision Rodós war nett, alle ziehen am Ende in die große Stadt hinaus, um sich zu verwirklichen und ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Welchen Beitrag unsere Generation mit der vorherrschenden Einstellung mal leisten will, ist mir, von finaler, globaler Zerstörung mal abgesehen, nicht klar. Im Gegenteil, ich bin emotional nahe an dem, was man als Angst und Ohnmacht bezeichnet. Machen wir es noch mal wie sonst auch und nehmen wir es mit gewohnter Gleichgültigkeit - wird schon, irgendwie...
Erschrocken bin ich schon einige Male. Neulich beispielsweise, als ich ins Institut kam und dachte, ich sei in eine Zuschaustellung schlechten (Mode-)Geschmacks geraten. Aber nein, was sich da auf dem Gang tummelte, waren die neuen Studentinnen der Philologie. Ich verlange nicht, dass man aussieht, wie das, was die Leute für gewöhnlich vom Äußeren eines Andenbewohners erwarten, wenn man Lateinamerikastudien belegt. Was ich allerdings erwartet hätte, ist, dass man ein gewisses Verständnis und die Befähigung mitbringt, sich in die Problematiken hineinzudenken. Wenn mein Problemhorizont aber nur bis zu den unterschiedlichen Schattierungen meines Solariumteints reicht, dann dürften die nächsten Semester schwierig werden.
Nächste Sache ist diese schreckliche Markenfixierung. Man trifft ja kaum noch auf Leute, die nicht mit riesen D&G-Logo oder zur Schau getragener Diesel-Labelsammlung rum laufen. Auch diese furchtbaren Gürtel, mit den phatten Schnallen dran - was ist das für eine merkwürdige Erscheinung? Wollen die Leute damit über ein Problem mit der Fülle ihres Schritts hinwegtäuschen oder ist es ein zusätzliches Gewicht um das Sichfortbewegen auf hohen Absätzen zu erleichtern? Außer ein paar anständigen Punks in hohen Docs und wenigen markenresistenten jungen Leuten, sieht man ja kaum noch Volk, dass nicht Werbung, für große Konzerne mit zweifelhaftem Verdienst für die Menschheit, läuft. Seitdem wir den Großen in unserem Streben nach mehr Individualität ihre (oftmals so erschreckend und offensichtlich) ähnlichen Artikel abgekauft haben, sehen wir jetzt alle so wahnsinnig individuell aus, dass ich mich bei jedem zweiten Passanten frage, ob ich ihm/ihr nicht kürzlich bereits begegnet bin.
Nachfragen lohnt da auch meistens nicht. Entweder ist das gegenüber nicht in der Lage, sich umfassend und verständlich zu äußern oder man muss sich anhören, welcher PKW als nächstes gekauft wird. Wenn man dann mal das Gespräch auf andere Kulturkreise lenkt, dann muss man zunächst erklären, dass es sich bei der ein oder anderen Volksgruppe nicht um ein abenteuerliches asiatisches Gericht handelt, sondern um die Bewohner eines anderen Kontinents. Is man dann mal so weit, und hat man eine Krisenregion als Gesprächsthema gewählt, dann bekommt man zu hören, dass die sich dort eh schon seit frühster Zeit die Köpfe einhauen und man das sowieso nicht ändern könne.
Ja, eine wunder(same)volle Einstellung herrscht hier vor. Die Vision Rodós war nett, alle ziehen am Ende in die große Stadt hinaus, um sich zu verwirklichen und ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Welchen Beitrag unsere Generation mit der vorherrschenden Einstellung mal leisten will, ist mir, von finaler, globaler Zerstörung mal abgesehen, nicht klar. Im Gegenteil, ich bin emotional nahe an dem, was man als Angst und Ohnmacht bezeichnet. Machen wir es noch mal wie sonst auch und nehmen wir es mit gewohnter Gleichgültigkeit - wird schon, irgendwie...
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Freitag, August 11, 2006
Die letzten Tage
Für alle geneigten Leser (die, die hier zufällig reingeraten sind, müssen sich halt langweilen). Zu den letzten Tagen (07.08. bis 11.08.).
Montag: Nach einem sinnlosen Wortgefecht mit David verfalle ich in Arbeitswut. Nach ca. 2h Nachsinnen fällt mir ein geeigneter Arbeitstitel für meine Hausarbeit ein. Ich reserviere und leihe Bücher aus der Bibliothek aus. Am Abend kommt Daniel vorbei, wir sehen uns "Spiel mir das Lied vom Tod" an. Entgegen meiner Befürchtung (ich dachte den Film zukennen) ist er ganz gut, wenn auch langatmig. Aber das unterstreicht doch geradezu das überflüssige Vorhanden sein von (filmischem/r) Raum und Zeit.
Dienstag: Ich begebe mich zu Recherchezwecken in die Geographie. Viele der Bücher klingen total vielversprechend, es stellt sich aber heraus, dass die Mehrzahl völlig ungeeignet ist. Ich kotze innerlich als ich feststelle, dass ein Buch sich ausschließlich mit Stuttgart beschäftigt, aber den überschwänglichen Titel "Sozialgeographie" (oder so) trägt. Kann man sowas nicht in den Untertitel schreiben? Kann man nicht? *rrrr*
Daniel ist irgendwie total merkwürdig drauf, ich halte es für sinnvoll ihn in die Bahn zu setzen. Ich fahre neben ihm & der Straßenbahn her, er guckt abwesend gerade aus. Ich gehe essen: meine Lieblingsessenfrau ist da. Die ist so toll, Kartoffeln und Gemüse satt. Missgünstige Leute würden jetzt wieder sagen ich hätte ihr geschmeichelt. Das stimmt aber nicht, wir mögen uns einfach.
Mittwoch: Ich verlasse das Haus um nach Leipzig zu fahren, es beginnt wie aus Eimern zu regnen. Ich nehme das mit meinem verbotenen Optimismus mal als besonders gutes Omen. Für den Abend eine verabredung mit Stefan (es besteht Aussicht auf mein Geschenk). Ich bekoche meine Oma und Mama. Dafür mache ich aus nichts (also Nudeln, Zucchini und Tomaten usw) eine Chinesische Gemüsepfanne. Alle staunen. Ich sage: Kochen ist Kunst. Beim Kochen geht es um ein Gesamterlebnis. Das hier (dabei deute ich auf die vollen Teller) ist Nahrungszubereitung. Hat nichts mit Kochen zu tun, dient der Ernährung und sieht nur in Ausnahmefällen gut aus. Mama und Oma sind verunsichert. Keiner versteht mich.
Abend bei Stefan okay, haben AFab gesehen. Unsicher ob er begeistert oder nur höflich gewesen ist. Mein geschenk hat wohl die Biologie eingeholt, abseits der verrotbaren Teile aber alles okay.
Strapaziere noch etwas den Datendurchsatz meiner Mutter, aber echter Sex ist doch besser.
Donnerstag: Ich schreibe an meiner Arbeit. Es geht endlich voran. Ich bereite aus dem Rest Nudeln eine irgendwie (wie sehr weiß ich auch nicht) amerikanisch inspirierte Sauce. Sie besteht aus Erdnussbutter, Tomaten und roten Bohnen + Chili. Meine Oma schwärmt und meint, ich müsste das Restaurant bald eröffnen. (Oma, dass geht doch nicht, jetzt wo Madlen mit ihren Bordellplänen doch nach Brüssel fährt - wer soll da die zweite Etage beziehen und für hungrige Kundschaft sorgen? Ts, die hat Humor, die Oma.) Nachmittag gehe ich in die Stadt, wow, ne Menge niedliche Typen. Leipzig ist doch immer wieder einen Besuch wert. Wären nicht die zwei Mainstream-Schwulen bei Kaufhof auf der Rolltreppe gewesen die mich so impertinent gemustert haben, dann wäre es rundum schön gewesen. Durch dieses Erlebnis nur 1.4.
Am Abend auch nichts besonderes. Ich schaue mit meinen Eltern Meeresfrüchte.
Versuche mir nachts noch etwas Spaß im schwarzen Glanz zu bereiten. Aber alleine ist das auch nicht so richtig geil.Ohnehin habe ich das Gefühl man kann auch zuviel masturbieren.
Ich chatte noch ne Runde. Erfahre dabei interessante Dinge. Nämlich: Beim Sex geht es entgegen der landläufigen Meinung nicht darum zu kommen. Vielmehr muss es wohl ein Zusammenspiel aus sämtlichen Muskelfasern des Körpers und der Einheit aus Geist und Körper sein. Ja ja, ich bleibe dran. Neue Erkenntnisse demnächst vielleicht hier.
Freitag: Ich fahre meine Oma zum Arzt. Autoverkehr ist sooo schrecklich kompliziert, Ein- und Ausparken ne echt dumme, jedoch schwer zu umgehende Erfindung. Ich schreibe viel heute. Nachher treffe ich mich mit Madlen. Setzte danach fort.
Bin zurück vom Ausflug mit Madlen. Es war ein sehr lustiger Abend, auch wenn Madlen geschimpft hat, dass ich ihr erst heute von meinem sexuellen Encounter mit André erzählt habe. Ansonsten Strawberry Dream und Caipi getrunken, gut gegessen. Angetütelt aber glücklich :)
Kategorie: Denken
Montag: Nach einem sinnlosen Wortgefecht mit David verfalle ich in Arbeitswut. Nach ca. 2h Nachsinnen fällt mir ein geeigneter Arbeitstitel für meine Hausarbeit ein. Ich reserviere und leihe Bücher aus der Bibliothek aus. Am Abend kommt Daniel vorbei, wir sehen uns "Spiel mir das Lied vom Tod" an. Entgegen meiner Befürchtung (ich dachte den Film zukennen) ist er ganz gut, wenn auch langatmig. Aber das unterstreicht doch geradezu das überflüssige Vorhanden sein von (filmischem/r) Raum und Zeit.
Dienstag: Ich begebe mich zu Recherchezwecken in die Geographie. Viele der Bücher klingen total vielversprechend, es stellt sich aber heraus, dass die Mehrzahl völlig ungeeignet ist. Ich kotze innerlich als ich feststelle, dass ein Buch sich ausschließlich mit Stuttgart beschäftigt, aber den überschwänglichen Titel "Sozialgeographie" (oder so) trägt. Kann man sowas nicht in den Untertitel schreiben? Kann man nicht? *rrrr*
Daniel ist irgendwie total merkwürdig drauf, ich halte es für sinnvoll ihn in die Bahn zu setzen. Ich fahre neben ihm & der Straßenbahn her, er guckt abwesend gerade aus. Ich gehe essen: meine Lieblingsessenfrau ist da. Die ist so toll, Kartoffeln und Gemüse satt. Missgünstige Leute würden jetzt wieder sagen ich hätte ihr geschmeichelt. Das stimmt aber nicht, wir mögen uns einfach.
Mittwoch: Ich verlasse das Haus um nach Leipzig zu fahren, es beginnt wie aus Eimern zu regnen. Ich nehme das mit meinem verbotenen Optimismus mal als besonders gutes Omen. Für den Abend eine verabredung mit Stefan (es besteht Aussicht auf mein Geschenk). Ich bekoche meine Oma und Mama. Dafür mache ich aus nichts (also Nudeln, Zucchini und Tomaten usw) eine Chinesische Gemüsepfanne. Alle staunen. Ich sage: Kochen ist Kunst. Beim Kochen geht es um ein Gesamterlebnis. Das hier (dabei deute ich auf die vollen Teller) ist Nahrungszubereitung. Hat nichts mit Kochen zu tun, dient der Ernährung und sieht nur in Ausnahmefällen gut aus. Mama und Oma sind verunsichert. Keiner versteht mich.
Abend bei Stefan okay, haben AFab gesehen. Unsicher ob er begeistert oder nur höflich gewesen ist. Mein geschenk hat wohl die Biologie eingeholt, abseits der verrotbaren Teile aber alles okay.
Strapaziere noch etwas den Datendurchsatz meiner Mutter, aber echter Sex ist doch besser.
Donnerstag: Ich schreibe an meiner Arbeit. Es geht endlich voran. Ich bereite aus dem Rest Nudeln eine irgendwie (wie sehr weiß ich auch nicht) amerikanisch inspirierte Sauce. Sie besteht aus Erdnussbutter, Tomaten und roten Bohnen + Chili. Meine Oma schwärmt und meint, ich müsste das Restaurant bald eröffnen. (Oma, dass geht doch nicht, jetzt wo Madlen mit ihren Bordellplänen doch nach Brüssel fährt - wer soll da die zweite Etage beziehen und für hungrige Kundschaft sorgen? Ts, die hat Humor, die Oma.) Nachmittag gehe ich in die Stadt, wow, ne Menge niedliche Typen. Leipzig ist doch immer wieder einen Besuch wert. Wären nicht die zwei Mainstream-Schwulen bei Kaufhof auf der Rolltreppe gewesen die mich so impertinent gemustert haben, dann wäre es rundum schön gewesen. Durch dieses Erlebnis nur 1.4.
Am Abend auch nichts besonderes. Ich schaue mit meinen Eltern Meeresfrüchte.
Versuche mir nachts noch etwas Spaß im schwarzen Glanz zu bereiten. Aber alleine ist das auch nicht so richtig geil.
Ich chatte noch ne Runde. Erfahre dabei interessante Dinge. Nämlich: Beim Sex geht es entgegen der landläufigen Meinung nicht darum zu kommen. Vielmehr muss es wohl ein Zusammenspiel aus sämtlichen Muskelfasern des Körpers und der Einheit aus Geist und Körper sein. Ja ja, ich bleibe dran. Neue Erkenntnisse demnächst vielleicht hier.
Freitag: Ich fahre meine Oma zum Arzt. Autoverkehr ist sooo schrecklich kompliziert, Ein- und Ausparken ne echt dumme, jedoch schwer zu umgehende Erfindung. Ich schreibe viel heute. Nachher treffe ich mich mit Madlen. Setzte danach fort.
Bin zurück vom Ausflug mit Madlen. Es war ein sehr lustiger Abend, auch wenn Madlen geschimpft hat, dass ich ihr erst heute von meinem sexuellen Encounter mit André erzählt habe. Ansonsten Strawberry Dream und Caipi getrunken, gut gegessen. Angetütelt aber glücklich :)
Kategorie: Denken
Donnerstag, August 03, 2006
Gegen die innere Zerstreutheit
Folgende Bemerkungen zur ersten Woche (24.07. bis 30.07.) nach dem Urlaub (wenn auch nicht wahnsinnig bewegend, muss es dennoch hier abgeladen werden). Habe ein Problem, es existieren Ereignisse, die ich keinem Tag zuordnen kann.??
Sonntag: Ankunft mit dem Fahrrad, die Saale von Barby entlang bis nach Halle. Sturz mit dem Rad bei Wettin (man kann sich meine abgöttische Liebe für den Radweg sicher vorstellen). Abendessen besteht nach 8 Tagen Fertiggerichten und Nudeln zur Abwechslung aus Nudeln. Yeah!
Insgesamt jedoch ein sehr schöner Tag.
Montag: Fahrradtour mit meiner Mutter an den Süßen bzw. Salzigen See. Auf dem Weg dahin nach jedem LKW der mich nicht überrollt hat, aufgeatmet. Dennoch Atemnot, weil meine Mutti unbedingt Wiedehöpfe/Wiedehopfe (wie ist der Plural?) auf einer glühend heißen Wiesesuchen beobachten möchte. Danach gehen wir baden. Nehmen Rache auf der Rückfahrt nach Halle hinter den 7 Hügeln *fg* Zum Abendessen endlich Pfifferlinge mit Bandnudeln. Schön, dass man Nudeln in so unendlich vielen Varianten zubereiten kann.
Dienstag:Erfrischende Schweißtreibende Begegnung bei 30 Grad im Schatten. Daniel sagt überstürzt Treffen ab und fährt nach Hause.
Mittwoch: Treffen mit Katha. Beide chronisch untervögelt, stellen wir fest. Jedoch in Halle auch nicht viel für die Augen zweier Genießer. Dennoch, Eisschokolade war lecker.
Donnerstag: Besuch in Leipzig. Lade mich zum Mittagessen bei meinen Eltern ein. Alles sehr herzlich. Meine Oma hat sich in den Kopf gesetzt, mich aufzupäppeln. Daher strenge Abfolge an Mahlzeiten. Treffe mich Abend mit Madlen. Komisches Gefühl - wohl einer der schönsten Abende seit langem. Schauen zusammen Meeresfrüchte. Möchte wirklich gerne Jean Marc Barr mal persönlich Treffen.Möchte Madlen heiraten. Mag Madlen sehr gerne, stimmt mich fröhlich, das führt manchmal zu komischen Ideen. Bringe sie nach Hause, laufe alleine zurück. Fürchte mich durch eine dunkle Gasse zu gehen (merkwürdig!).
Freitag: Frühstücke vorzüglich bei meinen Eltern. Merke, wie mein Appetit wieder erwacht. Fahre nach Halle zurück.
Sonnabend: Fahre mit David zu seinen Eltern nach Merseburg. Feiern den Geburtstag von Mirko.Beginne entgegen meinem Plan, ihn sehr nett zu finden. Finde ihn okay. Sehe mir seine Island-Bilder an. Hin- und hergerissen, nicht sicher ob ich Island mag oder ob es mir einfach nur imponiert, dass auf diesem kargen Felsen menschliches Leben angesiedelt ist. (Frage mich auch, wieviele erotische Begegnungen sich dort realisieren ließen ohne der selben Person zweimal zu begegnen - irrelevanter Gedanke!) Wir grillen - Juchee. Konnte noch nicht herausfinden, warum Menschen grillen. Ich ziehe Töpfe und Pfannen vor. David sagt "Stadtkind".
Sonntag: Schlafe gut bei David. Seine Mama ist ein Engel. Richtet wieder ein leckeres Frübstück an. Essen auch Mittag und bleiben noch zum Kaffee. Radfahrt nach Hause kürzer, weniger anstrengend als gedacht. Wo sind die attraktiven Biker?
Übriggebliebene Ereignisse: zweites Treffen mit Daniel ??
2. Woche nach dem Urlaub (ab 31.08.2006)
Montag: Beginne das regnerische Wetter zu verfluchen, habe in der Nacht gefroren. Krame in alten Fotos herum und habe die Anwandlung diese ordnen zu müssen. Kaufe Negativhüllen.
Dienstag: Realisiere die Sinnlosigkeit meiner Völkerrechtsklausur, auch ein Eintrag im Blog dazu. Versuche mir immer vorzustellen, wie es wohl sein muss, wenn man erst Kampfflugzeuge, dann Bombensplitter fliegen sieht und später die Gewissheit da ist, dass wohl nichts mehr so ist, wie es vorher war. Beschäftige mich stärker mit dem Thema.Hilflosigkeit. Habe Wut. Treffe in der Stadt einen jungen Mann, dessen Blick mich gefangen hält. Möchte diese Begegnung gerne wiederholen.
Mittwoch: Gehe zum Friseur. Komme dran. Gehe wieder heraus. Ein paar helle Strähnen hätte ich eigentlich auch schon eher mal versuchen können. Finde nicht, dass ich damit überdurchschnittlich schwul aussehe(was ist schon schwul?) (entfernt, würde sonst an dieser Stelle zu weit führen). Treffe Daniel, schauen Dogville. Denke nach zwei Stunden der Film müsste jetzt gleich zu Ende sein, schreibe David eine Nachricht. Stelle nach einer weiteren Stunde und Davids Anruf fest, habe mich geirrt, der Film ging doch sehr viel länger. David ist verstimmt tickt kurz aus. Da Daniel aber mit da ist, hält sich die Aufregung in Grenzen, war ja auch nichts weiter. Wir essen Sushi. Irgendwann am Abend sind zwei Menschen in meiner Nähe mir plötzlich zuviel. Denke darüber nach, Daniel nach Hause zu schicken zu bitten, ob er vielleicht gehen könnte. Würde lieber ins Bett gehen. Kann den Gedanken aber nicht weiter ergründen, beschließe daher den Mund zu halten. Dennoch erleichtert, als ich dann ins Bett gehen kann. Schlechtes Gewissen gegenüber Daniel und David. Schlafe wie erschossen.
Donnerstag: Habe in der Nacht schon wieder gefroren. Verfluche dieses Regenwetter und die Kälte. 25 Grad fühlen sich an wie 7 Grad für mich. Trinke irgenwann am Nachmittag einen Cappuccino. Bin gespannnt, ob wir zur Populärmusik gehen.
Kategorie: Denken
Sonntag: Ankunft mit dem Fahrrad, die Saale von Barby entlang bis nach Halle. Sturz mit dem Rad bei Wettin (man kann sich meine abgöttische Liebe für den Radweg sicher vorstellen). Abendessen besteht nach 8 Tagen Fertiggerichten und Nudeln zur Abwechslung aus Nudeln. Yeah!
Insgesamt jedoch ein sehr schöner Tag.
Montag: Fahrradtour mit meiner Mutter an den Süßen bzw. Salzigen See. Auf dem Weg dahin nach jedem LKW der mich nicht überrollt hat, aufgeatmet. Dennoch Atemnot, weil meine Mutti unbedingt Wiedehöpfe/Wiedehopfe (wie ist der Plural?) auf einer glühend heißen Wiese
Dienstag:
Mittwoch: Treffen mit Katha. Beide chronisch untervögelt, stellen wir fest. Jedoch in Halle auch nicht viel für die Augen zweier Genießer. Dennoch, Eisschokolade war lecker.
Donnerstag: Besuch in Leipzig. Lade mich zum Mittagessen bei meinen Eltern ein. Alles sehr herzlich. Meine Oma hat sich in den Kopf gesetzt, mich aufzupäppeln. Daher strenge Abfolge an Mahlzeiten. Treffe mich Abend mit Madlen. Komisches Gefühl - wohl einer der schönsten Abende seit langem. Schauen zusammen Meeresfrüchte. Möchte wirklich gerne Jean Marc Barr mal persönlich Treffen.
Freitag: Frühstücke vorzüglich bei meinen Eltern. Merke, wie mein Appetit wieder erwacht. Fahre nach Halle zurück.
Sonnabend: Fahre mit David zu seinen Eltern nach Merseburg. Feiern den Geburtstag von Mirko.
Sonntag: Schlafe gut bei David. Seine Mama ist ein Engel. Richtet wieder ein leckeres Frübstück an. Essen auch Mittag und bleiben noch zum Kaffee. Radfahrt nach Hause kürzer, weniger anstrengend als gedacht. Wo sind die attraktiven Biker?
Übriggebliebene Ereignisse: zweites Treffen mit Daniel ??
2. Woche nach dem Urlaub (ab 31.08.2006)
Montag: Beginne das regnerische Wetter zu verfluchen, habe in der Nacht gefroren. Krame in alten Fotos herum und habe die Anwandlung diese ordnen zu müssen. Kaufe Negativhüllen.
Dienstag: Realisiere die Sinnlosigkeit meiner Völkerrechtsklausur, auch ein Eintrag im Blog dazu. Versuche mir immer vorzustellen, wie es wohl sein muss, wenn man erst Kampfflugzeuge, dann Bombensplitter fliegen sieht und später die Gewissheit da ist, dass wohl nichts mehr so ist, wie es vorher war. Beschäftige mich stärker mit dem Thema.
Mittwoch: Gehe zum Friseur. Komme dran. Gehe wieder heraus. Ein paar helle Strähnen hätte ich eigentlich auch schon eher mal versuchen können. Finde nicht, dass ich damit überdurchschnittlich schwul aussehe
Donnerstag: Habe in der Nacht schon wieder gefroren. Verfluche dieses Regenwetter und die Kälte. 25 Grad fühlen sich an wie 7 Grad für mich. Trinke irgenwann am Nachmittag einen Cappuccino. Bin gespannnt, ob wir zur Populärmusik gehen.
Kategorie: Denken
Freitag, April 14, 2006
Der Straße folgen
Es gibt Dinge, die erfüllen mein Herz einfach mit Freude. Fahrradtouren zählen mit Sicherheit dazu. Ich liebe das Geräusch, das entsteht, wenn ein ordentlich aufgepumpter Fahrradreifen über den Asphalt läuft. Es ist so wunderbar verheißungsvoll und auf der anderen Seite auch beruhigend. Man könnte tagelang so weiterfahren, denn hinter jeder Kurve ein neuer Abschnitt und weder Wind noch Regen können einen wirklich zum Aussetzen bringen. Im Gegenteil, manchmal stachelt Wind einen noch "richtig" an.
Nach dem vielen Radfahren braucht man aber erstmal etwas zwischen die Zähne. Für Leipzig kann ich meinen langjährigen Indertip weiterreichen. Im Maha Radscha isst man sehr gut. Für meinen Teil darf ich das vegetarische Menu empfehlen.
Beruhigt darf man kulinarisch auch der Straße Richtung stadteinwärts folgen, im Volkshaus findet man ebenso gute Speißen. Hervorzuheben ist der Kräuterkäse auf Ruccola. Hier gibt es gutes Essen, hier bin ich Mensch und fühle ich mich wohl, wäre wohl das Credo...
Morgen geht es weiter nach Merseburg, dann haben wir schon knapp 150km geschafft. Optimal wären ja keine Pannen *g* Warten wir also ab.
Kategorie: Fühlen
Nach dem vielen Radfahren braucht man aber erstmal etwas zwischen die Zähne. Für Leipzig kann ich meinen langjährigen Indertip weiterreichen. Im Maha Radscha isst man sehr gut. Für meinen Teil darf ich das vegetarische Menu empfehlen.
Beruhigt darf man kulinarisch auch der Straße Richtung stadteinwärts folgen, im Volkshaus findet man ebenso gute Speißen. Hervorzuheben ist der Kräuterkäse auf Ruccola. Hier gibt es gutes Essen, hier bin ich Mensch und fühle ich mich wohl, wäre wohl das Credo...
Morgen geht es weiter nach Merseburg, dann haben wir schon knapp 150km geschafft. Optimal wären ja keine Pannen *g* Warten wir also ab.
Kategorie: Fühlen
Freitag, November 18, 2005
Wie es ist alleine gute Stimmung zu haben
Weg sind meine Männer. Mit einem mitleidigen Blick entschwanden sie aus der Tür.
Nun lehne ich mich zurück. Es hätte mich wirklich schlimmer treffen können: Zusammen mit Jamie sitze ich auf der Couch. Gerade sind wir bei der Zeile
Die zwei Drittel meiner Dreierbeziehung hören am heutigen Abend Phillip Boa.
Soeben war ich am Fenster. Es gibt Wohnungen, da brennt, ähnlich wie in meiner, auch Licht. Daraus schließe ich, dass ich kein Einzelfall bin. Es gibt also auch andere Menschen, die sich für gute Stimmung zu Hause am liebsten rechtfertigen sollten. Mit Nachdruck muss man dann behaupten: "Mir geht es gut" und "Es macht mir nichts aus".
Liebe Mitmenschen versteht doch, einfach mal bei einer schönen CD auf der Couch sitzen gibt einem manchmal mehr, als sich im Rhythmus von 200 Leibern mitzubewegen. Was die Sache noch besser macht: Dabei um euer Mitleid zu wissen :)
Nun lehne ich mich zurück. Es hätte mich wirklich schlimmer treffen können: Zusammen mit Jamie sitze ich auf der Couch. Gerade sind wir bei der Zeile
I look back onto my ordinary lifeangekommen. So wie er das singt, klingt es fast so, als wäre ein Leben abseits des Trubel auch ganz nett. So sitzen wir nun hier. Auf meinem Gesicht ein Lächeln, ich bin ein wenig zufrieden.
Die zwei Drittel meiner Dreierbeziehung hören am heutigen Abend Phillip Boa.
Soeben war ich am Fenster. Es gibt Wohnungen, da brennt, ähnlich wie in meiner, auch Licht. Daraus schließe ich, dass ich kein Einzelfall bin. Es gibt also auch andere Menschen, die sich für gute Stimmung zu Hause am liebsten rechtfertigen sollten. Mit Nachdruck muss man dann behaupten: "Mir geht es gut" und "Es macht mir nichts aus".
Liebe Mitmenschen versteht doch, einfach mal bei einer schönen CD auf der Couch sitzen gibt einem manchmal mehr, als sich im Rhythmus von 200 Leibern mitzubewegen. Was die Sache noch besser macht: Dabei um euer Mitleid zu wissen :)
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Wie es ist
Mittwoch, September 28, 2005
Funktioniert leider nicht
Völlig egal, was man auch versucht; wie sehr man sich beliest. Manche Dinge laufen grundsätzlich nicht so, wie man es gern hätte.
Heute wäre ich gerne asexuell. Ich stelle mir vor, wie ungeheuer befreiend es wohl sein muss, wenn man sich eines fundamentalen Teilesmeines unseres Lebens einfach für gewisse Zeit enledigen könnte.
Man käme nach Hause und hätte vielleicht mal nicht diesen Hunger auf Körperlichkeiten. Falls doch, dann würde man einen Apfel essen oder Mikadospielen - oder halt beides.
Man bräuchte sich keine Gedanken machen, ob es "so" gut war oder wie man sich das nächste Mal besser verständlich machen kann. Sex würde ja einfach nicht vorkommen.
Ohne Sex gäbe es keinen Fetisch, ohne den einige Probleme nicht, keine weiteren Sorgen. Wir wären alle wie Ameisen; gleich - würden in unserem Panzer stecken und lediglich mit den Fühlern winken. Sex gäbe es nicht, sämtliche dafür zu verwendende Energie würde man in den Transport von Materialen für die Ernährung unserer Larven stecken.
Für Ameisen sind wir aber zu groß.
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Heute wäre ich gerne asexuell. Ich stelle mir vor, wie ungeheuer befreiend es wohl sein muss, wenn man sich eines fundamentalen Teiles
Man käme nach Hause und hätte vielleicht mal nicht diesen Hunger auf Körperlichkeiten. Falls doch, dann würde man einen Apfel essen oder Mikadospielen - oder halt beides.
Man bräuchte sich keine Gedanken machen, ob es "so" gut war oder wie man sich das nächste Mal besser verständlich machen kann. Sex würde ja einfach nicht vorkommen.
Ohne Sex gäbe es keinen Fetisch, ohne den einige Probleme nicht, keine weiteren Sorgen. Wir wären alle wie Ameisen; gleich - würden in unserem Panzer stecken und lediglich mit den Fühlern winken. Sex gäbe es nicht, sämtliche dafür zu verwendende Energie würde man in den Transport von Materialen für die Ernährung unserer Larven stecken.
Für Ameisen sind wir aber zu groß.
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Donnerstag, Dezember 02, 2004
Wie es ist Weihnachtskalender zu öffnen
Endlich ist es soweit – wir dürfen uns wieder kontrolliert und peu a peu Kalorien zuführen :-)
Mit dem heutigen Tag beginnt nun wieder die Zeit des Kalendertürchenöffnens, man schleicht in der morgendlichen Dunkelheit ins Wohnzimmer, versucht mittels des Lichts der Straßenbeleuchtung das Tagesdatum auf dem Türchen zu erspähen und freut sich, wenn man selbiges denn noch kurz vorm Gehen gefunden hat. Glücklich, wie der sammelnde Urmensch, ziehe ich mich mit meiner neuen Errungenschaft in das hellere Stück meiner Höhle zurück um zu bestaunen, was ich da ergattert habe.
War es bis vor einigen Jahren noch so, dass ich mich nicht unter Kontrolle hatte und Adventskalender oftmals früher oder später öffnete, habe ich dieses Jahr ein oberstes Gebot: Durchdachtheit und Planung.
Ich plane meine Suche nach dem betreffenden Türchen vorabendlich, dabei steht für mich im Vordergrund, mir die Position des Türchens zu merken, damit ich es gut wiederfinde. Ich nehme mir nicht den Spaß; ich versuche bewusst die Position aller unrelevanten Tage schnellstmöglich zu vergessen oder gar nicht erst wahrzunehmen.
Heute am zweiten Dezember hatte ich es relativ leicht, nach dem ich gestern Abend die Position meines zweiten Türchens sondiert hatte. Ich mußte mich nur schräg nach rechts unten bewegen und kräftig piepeln.
Eine jede Schokolade steckt in einem Gefängnis von ökologischer Zweifelhaftigkeit: hinter jedem Papiertürchen befindet sich eine weitere goldene Blisterschicht, die Praline selbst ist umhüllt von schützendem PVC. Überflüssig zu erwähnen, dass der gesamte Kalender eingeschweißt war.
Ich zog mich also nach erfolgreichen Sammeln zurück und war beglückt und hoch erfreut zugleich: Ich hatte ein kleines Gebirge aus Nüssen, umhüllt von Schokolade. Es erinnerte mich an das Bild eines „Montaña“, was ich just zuvor in meinem Spanischbuch gesehen hatte. So war das also, Klett und Trumpf arbeiten zusammen und benutzen die selben Formen für ihre Berge.
Enttäuscht und mit meiner verletzten Begeisterungsfähigkeit für die kleinen Dinge des Lebens ging ich aus dem Haus, meine Gedanken immer noch um den Komplott von Klett und Trumpf kreisend: das haben die doch auch beide durchdacht und geplant!
Kategorie: Wie es ist
Mit dem heutigen Tag beginnt nun wieder die Zeit des Kalendertürchenöffnens, man schleicht in der morgendlichen Dunkelheit ins Wohnzimmer, versucht mittels des Lichts der Straßenbeleuchtung das Tagesdatum auf dem Türchen zu erspähen und freut sich, wenn man selbiges denn noch kurz vorm Gehen gefunden hat. Glücklich, wie der sammelnde Urmensch, ziehe ich mich mit meiner neuen Errungenschaft in das hellere Stück meiner Höhle zurück um zu bestaunen, was ich da ergattert habe.
War es bis vor einigen Jahren noch so, dass ich mich nicht unter Kontrolle hatte und Adventskalender oftmals früher oder später öffnete, habe ich dieses Jahr ein oberstes Gebot: Durchdachtheit und Planung.
Ich plane meine Suche nach dem betreffenden Türchen vorabendlich, dabei steht für mich im Vordergrund, mir die Position des Türchens zu merken, damit ich es gut wiederfinde. Ich nehme mir nicht den Spaß; ich versuche bewusst die Position aller unrelevanten Tage schnellstmöglich zu vergessen oder gar nicht erst wahrzunehmen.
Heute am zweiten Dezember hatte ich es relativ leicht, nach dem ich gestern Abend die Position meines zweiten Türchens sondiert hatte. Ich mußte mich nur schräg nach rechts unten bewegen und kräftig piepeln.
Eine jede Schokolade steckt in einem Gefängnis von ökologischer Zweifelhaftigkeit: hinter jedem Papiertürchen befindet sich eine weitere goldene Blisterschicht, die Praline selbst ist umhüllt von schützendem PVC. Überflüssig zu erwähnen, dass der gesamte Kalender eingeschweißt war.
Ich zog mich also nach erfolgreichen Sammeln zurück und war beglückt und hoch erfreut zugleich: Ich hatte ein kleines Gebirge aus Nüssen, umhüllt von Schokolade. Es erinnerte mich an das Bild eines „Montaña“, was ich just zuvor in meinem Spanischbuch gesehen hatte. So war das also, Klett und Trumpf arbeiten zusammen und benutzen die selben Formen für ihre Berge.
Enttäuscht und mit meiner verletzten Begeisterungsfähigkeit für die kleinen Dinge des Lebens ging ich aus dem Haus, meine Gedanken immer noch um den Komplott von Klett und Trumpf kreisend: das haben die doch auch beide durchdacht und geplant!
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