Wenn vor dem Besuch von Dorffesten gewarnt wird, dann ist das an sich doch keine Neuigkeit und erst recht nichts, was man in den Medien unnötig hochspielen müsste. Denn auch mein persönliches Sicherheitsempfinden sagt mir, Dorffeste, Heimatfeste, Volksfeste und Stadtfeste sind Veranstaltungen mit erhöhtem Gefahren- und Gewaltpotential, welche ich ungeachtet Hautfarbe oder meines Äußeren vorziehen würde, zu meiden.
Dass Menschen wie Edathy aber nun den gesamten Osten per se als ausländerfeindliches und von Fremdenhass geprägtes Gebiet darstellen, macht mich betroffen. Schlimmer noch, Frau Kahane sagt im Deutschlandfunk "Ich glaube das [fremdenfeindliche Übergriffe, Erg. d. A.] ist in der Tat etwas, was bei uns hier im Osten zum Alltag gehört.".
Das Passierte ist aufs Schärfste zu verurteilen, allerdings zeugt es auch nicht von besonders viel Feingefühl und Weitsicht, zu behaupten, dass das blutige Durchdiegassentreiben von Menschen mit Migrationshintergrund oder dunkler Hautfarbe zum Alltag der Ostdeutschen gehört. Vielleicht könnten wir im Radio bitte auch mal Leute hören, die von erfolgreichen Projekten berichten und die Situation nicht nur von der letzten Presseschau ausgehend beurteilen. Danke!