"But before we can go any further, you've got to make up your minds what this novel is actually about."
At first, as always, there is blank silence. The class sits staring, as it were, at the semantically prodigious word. About. What is it about? Well, what does George want them to say it's about? They'll say it's about anything he likes, anything at all. For nearly all of them, despite their academic training, deep deep down still regard this about business as a tiresomely sophisticated game.
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Freitag, April 22, 2011
This about business
Dienstag, April 19, 2011
Die Dicken verstehen es leider besser als die Dünnen
Die Dicken verstehen es leider besser als die Dünnen, auf dieser Welt ihre Geschäfte zu machen. Die Dünnen werden meistens für besondere Aufträge verwendet oder bloß in den Listen geführt und schwanken aus dem einen Ressort in das andere; ihre Existenz ist etwas gar zu leicht, zu luftig und nicht ganz sicher. Die Dicken bekleiden dagegen niemals indirekte, sondern stets direkte Posten, und wenn sie sich irgendwo festsetzen, so sitzen sie so sicher da, daß eher der Sitz unter ihnen in die Brüche geht oder sich biegt, als daß sie herunterfliegen.
Samstag, April 16, 2011
The glory has faded, too
The glory has faded, too, from The Starboard Side; only a true devotee can still detect even a last faint gleam of it. The place has been stripped of its dusty marine trophies and yellow group-photographs. Right after the New Year it's to be what they dare to call redecorated; that's to say, desecrated in readiness for next summer's mob of blank faced strangers.
Donnerstag, April 07, 2011
Princess Adelaide has the whooping cough
We are in great haste to construct a magnetic telegraph from Maine to Texas; but Maine and Texas, it may be, have nothing important to communicate. ... As if the main object were to talk fast and not to talk sensibly.
Improved means to an unimproved end
... [W]ith a hundred "modern improvements" there is an illusion about them; there is not always a positive advance. ... Our inventions are wont to be pretty toys, which distract our attention from serious things. They are improved means to an unimproved end.
Thoreau: Walden; or, Life in the Woods
Donnerstag, Januar 08, 2009
Großes Kino, ganz ohne 24 Bilder je Sekunde
Dafür aber einen Plot, den ich so noch nie auf 238 Seiten zu lesen bekam. Verehrte Leserschaft, es gibt Bücher, gute Bücher und sehr gute Bücher. Caio Fernando Abreu hat mit Onde andará Dulce Veiga? bei mir einen Platz unter meinen Lieblingsbüchern (ergo in der Kategorie sehr gute Bücher) erobert. Mensch, auf diesen knapp 240 Seiten habe ich an Emotionen mehr erlebt als im letzten halben Jahr.
Eigentlich beginnt alles ganz harmlos, ein Journalist soll ein Potrait über eine Gesangsikone von vor 20 Jahren schreiben und gerät, wie das Leben so spielt (und in diesem Buch spielt das Leben ganz schön mit!), an ihre Tochter. Die steht als "prä-apokalyptische Post-Punk-Primadonna" mit der Formation Vaginas dentadas auf der Bühne, tritt in den abgewracktesten Klubs São Paulos auf und hat so ihre Rätsel.
Überhaupt gibt es in diesem Werk nichts, was nicht irgendwie atemberaubend oder wenigstens genial wäre. Der Reporter, mit dem man in nie gekannter Geschwindigkeit auf Berg- und Talfahrt geht, hat seine Kanten, ist alles andere als ein runder Charakter. Da gibt es die Flashbacks zu Pedro, dem ersten Kuss, einer wundersamen Begegnung, die nach und nach ein paralleler Handlungsstrang aus inneren Monologen wird. Es gibt die Suche nach Befriedigung, die schmuddeligen Dates mit weiblichen Prostituierten, das Verlangen nach Lexotanil und das nach Alkohol, um den Rest der Gefühle wegzuspülen. Ein Reporter, der eigentlich auf der Suche nach Dulce Veiga ist und, auch das ist wie so oft im Leben: dabei zuallererst sich selbst findet.
Das alles eingebettet in ein Brasilienbild, das modern, traditionell, arm, reich, gehetzt, beklemmend starr, falsch und doch äußerst akkurat ist.
Ich bleibe mit zahllosen angeknickten Ecken, verdammt schlauen Zeilen und dem Gefühl, meine (Lust-) Seminare über Vinicius, Pessoa und Yoruba-Mythologie hätten mir wirklich etwas genützt, zurück. (Apropos: Googlen Sie doch mal nach "Vinicius". Wenn Sie dieses Bilder-Ergebnis nicht angenehm überrascht, sind Sie ein leidenschaftsloser Literaturfreak.)
Seit Frau Andradis Berlín es un cuento stehe ich auf markige Sprüche schwach-starker Frauen. Daher zum Schluss ein Zitat von der Romanfigur Márcia, das mir sehr aus dem Herzen spricht:
(auf Deutsch: "Was du Scheiße nennst, nenne ich Kunst. Jeder sieht nur das, was er sehen kann.")
Eigentlich beginnt alles ganz harmlos, ein Journalist soll ein Potrait über eine Gesangsikone von vor 20 Jahren schreiben und gerät, wie das Leben so spielt (und in diesem Buch spielt das Leben ganz schön mit!), an ihre Tochter. Die steht als "prä-apokalyptische Post-Punk-Primadonna" mit der Formation Vaginas dentadas auf der Bühne, tritt in den abgewracktesten Klubs São Paulos auf und hat so ihre Rätsel.
Überhaupt gibt es in diesem Werk nichts, was nicht irgendwie atemberaubend oder wenigstens genial wäre. Der Reporter, mit dem man in nie gekannter Geschwindigkeit auf Berg- und Talfahrt geht, hat seine Kanten, ist alles andere als ein runder Charakter. Da gibt es die Flashbacks zu Pedro, dem ersten Kuss, einer wundersamen Begegnung, die nach und nach ein paralleler Handlungsstrang aus inneren Monologen wird. Es gibt die Suche nach Befriedigung, die schmuddeligen Dates mit weiblichen Prostituierten, das Verlangen nach Lexotanil und das nach Alkohol, um den Rest der Gefühle wegzuspülen. Ein Reporter, der eigentlich auf der Suche nach Dulce Veiga ist und, auch das ist wie so oft im Leben: dabei zuallererst sich selbst findet.
Das alles eingebettet in ein Brasilienbild, das modern, traditionell, arm, reich, gehetzt, beklemmend starr, falsch und doch äußerst akkurat ist.
Ich bleibe mit zahllosen angeknickten Ecken, verdammt schlauen Zeilen und dem Gefühl, meine (Lust-) Seminare über Vinicius, Pessoa und Yoruba-Mythologie hätten mir wirklich etwas genützt, zurück. (Apropos: Googlen Sie doch mal nach "Vinicius". Wenn Sie dieses Bilder-Ergebnis nicht angenehm überrascht, sind Sie ein leidenschaftsloser Literaturfreak.)
Seit Frau Andradis Berlín es un cuento stehe ich auf markige Sprüche schwach-starker Frauen. Daher zum Schluss ein Zitat von der Romanfigur Márcia, das mir sehr aus dem Herzen spricht:
O que você chama de merda, eu chamo de arte. Cada um vê apenas aquilo que é capaz de ver.
(auf Deutsch: "Was du Scheiße nennst, nenne ich Kunst. Jeder sieht nur das, was er sehen kann.")
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