Und der dritte Film soll Rock Haven sein. Ein ruhiger, unaufgeregter, aber doch aufwühlender Film. Gedreht ist er in Californien, Sie können also auch in landschaftlicher Hinsicht genießen.
Eine tiefreligiöse Mutter zieht mit ihrem Sonn in dieses kleine Paradies und Junior trifft dabei auf den, wie ich finde, ziemlich schönen Clifford. Theoretisch spräche nichts gegen eine leidenschaftliche Beziehung, wäre da nicht die tiefreligiöse Einstellung von Mutter und Sohn. Die beiden Jungs kommen sich zwar näher, aber Bradys tiefe Religiösität und letztlich der übersteigerte religiöse Eifer der Mutter verbieten eine echte Beziehung zwischen den beiden. Am Ende zeigt sich, dass eigentlich eher die Mutter Nachhilfe in christlicher Moral nehmen müsste. Schauen Sie sich den hier unbedingt zu zweit an, ein ganz ruhiger, tiefromantischer Film.
Der Auftakt:
Erste Geschenke (schön, wenn einem die Bibel geschenkt wird!):
Und Wild-Romantisches im Freien:
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Mittwoch, März 25, 2009
Angespült und abgespielt - II
An dieser Stelle die Empfehlung für Tan Lines. Auch ein australischer Film, was aber eher Zufall ist.
Ein ganz guter Coming of Age-Film, mit viel Erotik, aber auch Tragik und den verschrobenen Zuständen in einem isolierten australischen Inselort.
Die Story ist schnell erzählt: Midget, zierlich, dunkelblond, aus armen Verhältnissen trifft auf Cassidy, den verschollen geglaubten Bruder seines besten Freundes. Cass offen schwul, verdreht dem Jungen ordentlich den Kopf (wer wäre dagegen immun?, mal ganz unter uns) und es bahnt sich eine dramatische Geschichte an. Kein Happy End, aber dafür ungewöhnliche, verstörende Entwicklungen unterwegs. Dazu bekommen sie noch gutaussehende DarstellerInnen und richtig schönen australischen Dialekt. Eine Spur Humor ist auch dabei. Kurzweilig und sehenswert!
Die schöne, erste Begegnung, Cass trägt sein Surfbrett nur um sexy auszusehen und das funktioniert. Ja, auch ich habe daran überhaupt keine Zweifel.
Als zweites Häppchen präsentiere ich noch eine schüchtern-verliebte Annäherung in der Strandtoilette. Ach ja, und achten Sie auf die Dialogpassage "There's a party" *verschüchterter Blick* - "Yeah, I know, its up my house".
Ein ganz guter Coming of Age-Film, mit viel Erotik, aber auch Tragik und den verschrobenen Zuständen in einem isolierten australischen Inselort.
Die Story ist schnell erzählt: Midget, zierlich, dunkelblond, aus armen Verhältnissen trifft auf Cassidy, den verschollen geglaubten Bruder seines besten Freundes. Cass offen schwul, verdreht dem Jungen ordentlich den Kopf (wer wäre dagegen immun?, mal ganz unter uns) und es bahnt sich eine dramatische Geschichte an. Kein Happy End, aber dafür ungewöhnliche, verstörende Entwicklungen unterwegs. Dazu bekommen sie noch gutaussehende DarstellerInnen und richtig schönen australischen Dialekt. Eine Spur Humor ist auch dabei. Kurzweilig und sehenswert!
Die schöne, erste Begegnung, Cass trägt sein Surfbrett nur um sexy auszusehen und das funktioniert. Ja, auch ich habe daran überhaupt keine Zweifel.
Als zweites Häppchen präsentiere ich noch eine schüchtern-verliebte Annäherung in der Strandtoilette. Ach ja, und achten Sie auf die Dialogpassage "There's a party" *verschüchterter Blick* - "Yeah, I know, its up my house".
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Tan Lines
Angespült und abgespielt - I
Weil das Wetter da draußen so merkwürdige Kapriolen schlägt, habe ich mich den letzten Tagen cineastischen Genüssen hingegeben.
Irgendwie habe ich momentan ziemliche Sehnsucht nach Meer, daher darf ich Filme, mit ganz außergewöhnlichem Meeresbezug vorstellen.
Newcastle
Ja, man kennt es inzwischen: Es geht um eine Clique Surfer dudes, die mit Papas Auto eine Party am Strand feiern wollen. Wir kennen auch die Filme über zerrüttete Familien, trinkende, gewalttätige Brüder, schwule Söhne und herzliche Großväter. Das könnte einen im Grunde alles kalt lassen.
Was diesen Film dennoch so herausragend macht, ist die visuelle Aufbereitung und die Arbeit mit filmischer Stille. Ich weiß nicht, wie man so drehen kann, dass man als Zuschauer das Gefühl hat, man wäre mit im Wasser, aber es ist phantastisch. Auch farblich ein echtes Feuerwerk: Türkisgrünes Wasser, giftig schäumende Luftblasen unterm Wellenkamm und, ja, ästhetisch in Szene gesetzte Körper. So wie hier:

Und ganz oft, da haben Sie einfach nur Stille, das Krachen der Wellen, Umgebungsgeräusche und Rauschen eines Boards über die Wasseroberfläche.
Am Ende gibt es auch eine kleine Sensation: Gerade das Alpha-Surfer-Dude bringt, zur anfänglichen Empörung aller anderen Halbstarken, dem introvertierten The Clash-Schwulen das Surfen bei (Video2) und sorgt so ganz nebenbei für eine innerfamiliäre Aussöhnung. Annäherung auf Australisch. Müssen Sie nicht sehn, aber wenn ihnen nach schönen Bildern und wenig kopflastigem Plot ist, dann dürfte Newcastle eine gute Wahl sein.
Hier noch zwei Szenen, die mich besonders beeindruckt haben:
Video1
Hier mal eine sehr gelungene Inszenierung von Sexualität, wie ich finde. Es ist fast wie eine Offenbarung, da sucht man so indirekt jahrelang nach der perfekten visuellen Umsetzung von Lust und dann bekommt man sie plötzlich einfach so gezeigt, in nem australischen Surfer-Film.
Video2
Und hier noch die Schlüsselstelle für den Surfauftakt des Bruders.
Irgendwie habe ich momentan ziemliche Sehnsucht nach Meer, daher darf ich Filme, mit ganz außergewöhnlichem Meeresbezug vorstellen.
Newcastle
Ja, man kennt es inzwischen: Es geht um eine Clique Surfer dudes, die mit Papas Auto eine Party am Strand feiern wollen. Wir kennen auch die Filme über zerrüttete Familien, trinkende, gewalttätige Brüder, schwule Söhne und herzliche Großväter. Das könnte einen im Grunde alles kalt lassen.
Was diesen Film dennoch so herausragend macht, ist die visuelle Aufbereitung und die Arbeit mit filmischer Stille. Ich weiß nicht, wie man so drehen kann, dass man als Zuschauer das Gefühl hat, man wäre mit im Wasser, aber es ist phantastisch. Auch farblich ein echtes Feuerwerk: Türkisgrünes Wasser, giftig schäumende Luftblasen unterm Wellenkamm und, ja, ästhetisch in Szene gesetzte Körper. So wie hier:

Und ganz oft, da haben Sie einfach nur Stille, das Krachen der Wellen, Umgebungsgeräusche und Rauschen eines Boards über die Wasseroberfläche.
Am Ende gibt es auch eine kleine Sensation: Gerade das Alpha-Surfer-Dude bringt, zur anfänglichen Empörung aller anderen Halbstarken, dem introvertierten The Clash-Schwulen das Surfen bei (Video2) und sorgt so ganz nebenbei für eine innerfamiliäre Aussöhnung. Annäherung auf Australisch. Müssen Sie nicht sehn, aber wenn ihnen nach schönen Bildern und wenig kopflastigem Plot ist, dann dürfte Newcastle eine gute Wahl sein.
Hier noch zwei Szenen, die mich besonders beeindruckt haben:
Video1
Hier mal eine sehr gelungene Inszenierung von Sexualität, wie ich finde. Es ist fast wie eine Offenbarung, da sucht man so indirekt jahrelang nach der perfekten visuellen Umsetzung von Lust und dann bekommt man sie plötzlich einfach so gezeigt, in nem australischen Surfer-Film.
Video2
Und hier noch die Schlüsselstelle für den Surfauftakt des Bruders.
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